1964 – 2014
Zurücklehnen und nach vorne blicken.

50 Jahre Sehnsuchtsorte, made by Rolf Benz

Dabei stammen diese begehrten Relaxzonen aus einem winzigen, recht beschaulichen Ort am Rande des Schwarzwalds. Der Ort heißt Nagold und hier hatte man bereits vor 50 Jahren verstanden, dass alles, wirklich alles, was mit Wohnen zu tun hat, zwar vorübergehend den Verstand, dauerhaft aber das Gefühl beschäftigt. So trägt der hohe Bekanntheitsgrad dieser heute in über 50 Ländern beliebten und berühmten Marke Rolf Benz mit jedem einzelnen Sofa dazu bei, dass Menschen jenen wertvollen Ort finden nach dem sie sich ein Leben lang sehnen: Jenen Ort, an dem sie endlich ganz mit und ganz bei sich selbst sind! „Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso erschlagen wie mit einer Axt“, schreibt vor fast 100 Jahren der Maler und Fotograf Heinrich Zille. Seit genau 50 Jahren seit 1964 gelingt es dem deutschen Unternehmen Rolf Benz, dass die Mortalität durch Wohnungen deutlich gesenkt werden konnte. Denn seit genau 50 Jahren stellt Rolf Benz Sofas her. Manche sagen, es seien die schönsten, die es gibt, seit der Mensch das körperlich angenehme Zwischenstadium zwischen Sitzen und Liegen für sich entdeckt hat. Nun, wer will dem widersprechen? Es wird schon seinen Grund haben, dass Sofas von Rolf Benz einen überall auf der Welt auf die eleganteste Weise einladen, Platz zu nehmen.

"Ein Sofa von Rolf Benz – seit 50 Jahren „der“ Sehnsuchtsort des Menschen."

Auf einem Sofa von Rolf Benz kann man seit 50 Jahren träumen, dösen, relaxen, mal die Füße hochlegen, sich bequem ausstrecken, sich sammeln, entspannen, fläzen, chillen, sinnieren, kuscheln, pausieren, Gedanken nachhängen, sich nur mal eben hinlegen ... Es ist eben so. Nur auf einem Sofa befreit sich der Mensch vom Stress, nur hier kann er den Alltag vergessen, kann bei sich ankommen, sich also buchstäblich entschleunigen.

Die Zeit anhalten und die Welt vergessen – nur auf einem Sofa ist das möglich! „Ruhe, Stille, Sofa und eine Tasse Tee geht über alles“, dichtete Theodor Fontane. Recht hat der Mann! Das Sofa ist eben kein notwendiges Möbelstück in unserem Zuhause; es ist vielmehr ein Ort, ja eine Oase in unserem Leben. Ein Sofa dient der Kontemplation, der Beschaulichkeit und somit auch der Selbstfindung. Es ist jener Ort, der sich wohltuend jeglichem Effektivitäts- und Nützlichkeitsdenken entzieht, das uns im Alltag auf Stühlen und an Tischen beherrscht und noch ins Bett verfolgt. Ein Sofa schenkt dem Menschen Freiheit! Genau das war dem jungen, gelernten Polsterer Rolf Benz aus Nagold im Schwarzwald bewusst, als er 1964 das Unternehmen Rolf Benz gründete.

Addiform 1964
Klug dazuaddiert: Erfolgreich um die Ecke gedacht.

Der junge Polsterer Rolf Benz aus Nagold im Schwarzwald erkennt damals sehr genau die Zeichen der Zeit. Begeistert vom geistigen Aufbruch dieser Jahre, gründet er 1964 „Rolf Benz“. Gleich das erste Sofa- und Sesselprogramm des jungen Unternehmens folgt dem neuen, modernen Raumgefühl: die Addiform. Radikal bricht sie mit der traditionellen, braven Anordnung von Sofa, zwei gegenüberstehenden Sesseln und einem Couchtisch. Die Elemente der Addiform sind flexibel und kombinierfähig in ihrer Anordnung. So entstehen mit diesen Sofas und Sesseln keine typischen Sitzgruppen, sondern fantasievoll kombinierte „Wohnlandschaften“, wie man damals gerne sagte. Und tatsächlich: Man kann einen Sessel der Addiform hinzufügen, also „addieren“, oder auch über Eck stellen. Man kann Sessel entweder als Einzelsessel positionieren oder mit Couchtisch als Zwischenelement kombinieren; oder Sessel zu einer Bank verbinden und mit einem Eck-Couchtisch zur Seite abschließen, oder, oder ... Ja, und das Sofa selbst lässt sich zu einem zusätzlichen, komfortablen Schlafplatz ausklappen. Die Addiform: einfach, streng, sachlich und dabei schön und praktisch. Wer sie heute – 50 Jahre später – betrachtet, staunt, wie modern, wie „zeitlos“ richtig die Addiform ist und wie konsequent Rolf Benz schon damals Zeitgeist und Raumgefühl aufgriff. Seit 50 Jahren gilt für Rolf Benz: So flexibel und beweglich, wie der Mensch im Kopf ist, so flexibel und beweglich sollten auch die Möbel sein, mit denen er lebt.

1964 – die Pluraform führt die
Idee Polstermöbel fort.

1964 – unser erster Klassiker,
die Addiform.

Die 70er Jahre

Die 70er-Jahre beginnen weich und transparent. Es ist die Zeit der Sitzsäcke, in Stuttgart-Untertürkheim meldet 1971 ein berühmter Namensbruder seine Entwicklung des Airbags als deutsches Patent an und 1971 ist Rolf Benz erstmals auf der Kölner Möbelmesse mit eigenem Messestand vertreten, 1973 wird das World Trade Center in New York eröffnet und in Deutschland der Geldautomat patentiert.
Von den ersten Mondspaziergängen beflügelt, erlebt die Welt Jahre der Zukunftsgläubigkeit; Jahre rasanten wirtschaftlichen Wachstums und wirtschaftlichen Erfolgs. Plexiglas ist transparent und deckt nicht nur das Olympia-Zeltdach in München. Avantgardistisch lümmelt die Hippie-Generation in riesigen Wohnlandschaften, wie Rolf Benz sie mit „Scenery“ 1971 bietet. Ein Jahr später eröffnet ein schwedisches Möbelhaus seine erste dt. Filiale. Doch nach unten und nach billig hat man sich in Nagold nie orientiert! Auf den banalen Gebrauch des Inbusschlüssels antwortet Rolf Benz mit dem Werbeslogan „Wohnen, wie es am schönsten ist“ und erweitert seine Herstellunskapazitäten um 7.000 Quadratmeter mit dem Aufbau des Polstermöbelwerks in Mötzingen. Natürlich feiert Deutschland auf der Polstergruppe „Livingpool“ den Sieg der deutschen Elf bei der Fußballweltmeisterschaft 1974. Und natürlich widmet sich Rolf Benz in Zeiten von Schlaghosen und Pril-Blumen gegen Ende der 70er-Jahre dem Material Rattan und empfiehlt sich in seiner Werbepoesie dem Kunden mit Möbeln „romantisch bis mondän“ und „rustikal bis elegant“.

1971 – Sitzsäcke „Siesta“ auf
der Möbelmesse in Köln.

1974 - "Living Pool"
Programm 2500

1976 - Programm 6500

Die 80er Jahre

Die 80er-Jahre bieten eine Bühne der Darstellung und Selbstdarstellung. Sie findet auch auf dem Sofa statt. Man zeigt nicht mehr nur, wer man ist, sondern vor allem auch, was man hat. Der Mensch plustert sich auf. Man nennt es Glamour! Nicht nur Föhnfrisuren und Dauerwellen sind nun höchst glamourös und mondän: Auf glatten, weißen Kachelböden spiegeln sich weiße Sofas wie das Modell 3400, und manche Frau inszeniert sich darauf wie eine Alexis Carrington im Denver-Clan. Männer tragen in diesem Jahrzehnt gerne rosa Poloshirts mit hochgestelltem Kragen und an den Füßen Bommel auf ihren Slippern. Die zur Mode gehörende Botschaft machte vor der Wohnungseinrichtung noch nie halt: „Wir haben es geschafft“, heißt es in den 80er-Jahren. Diana heiratet Charles, Ronald Reagan wird US-Präsident und Gorbatschow „Mann des Jahres 1985“, wir lesen die gefälschten Hitler-Tagebücher im Stern, in Tschernobyl kommt es zur Atomkatastrophe, Zündapp meldet (weil eben nicht mondän und glamourös) Insolvenz an, und am Ende des Jahrzehnts fällt die Mauer. Aus Traumwelten werden in diesen Jahren Bildwelten. Auch Rolf Benz fotografiert ab Mitte der 80er-Jahre seine Polstermöbel „on location“ und somit „an den schönsten Orten der Welt“: Sofas mit knautschigen Kissen-Lehnen finden „fürs Shooting“ ihre (manchmal absurden) Wege in Theater, Museen und Schlösser oder auf Meeresklippen. Manchmal, wie das Modell 4500, schmiegt sich die Rolf Benz Couch auch – die geschwungenen Formen des katalanischen Architekten Antoni Gaudí aufnehmend – in den Park Güell von Barcelona. Das Sofa  6500 erlebt seine Foto-Session sogar hoch über der Ägäis auf der Insel Santorin. Die Luxusmarke Rolf Benz ist inszeniert. Die 80er-Jahre, sie sind die Jahre des Star-Designs und der Design-Stars. Aber während die damals gefeierte Postmoderne sich immer mehr in Gebrauchsgegenständen banalisiert und Philippe Starcks dreibeinige Zitronenpresse oder Michael Graves’ Wasserkessel mit Vögelchen deutsche Haushalte erobern, entwerfen die Designer für Rolf Benz wahre Stilikonen wie das Sofa 6500. Keine Eintagsfliegen des Designs, sondern kluge, zeitlose Klassiker von atemberaubender Schönheit. Das von der Design-Abteilung des Museum of Modern Art in New York geadelte 6500 ist bis heute im Programm.

1981 - erstes Rolf Benz Magazin
"Creation"

1984 - Rolf Benz 6500

Die 90er Jahre

Die 90er-Jahre führen mit ihrer Globalisierung guten Designs auch für Rolf Benz zu einer ungeahnt raschen Internationalisierung dieser begehrten deutschen Möbelmarke. Rasant erschließen sich für das Unternehmen neue Auslandsmärkte.
Wer jetzt mehr als nur Geschmack hat und diesen Überschuss seines ästhetischen Urteilsvermögens als „Stil“ erkennt, der nimmt vor allem auch in Österreich, der Schweiz und in den Beneluxländern auf einem Rolf Benz Sofa Platz. Das Unternehmen wächst, und mit ihm wächst die Sympathie für die Marke Rolf Benz.
Bereits Anfang der 90er-Jahre liefert ein Sofa der Kollektion Forum 255 den Sitzplatz für Talkgäste der ZDF-Sendung „Die rote Couch“. Doch nicht genug damit. Ein Sofa von Rolf Benz, das hat schließlich die Kraft für die ganz große Show! Und deshalb fühlen sich Promis, Stars und Gummibärchen in den vielen Jahren, in denen „Wetten, dass ...?“ von Thomas Gottschalk moderiert wird, auf dem berühmtesten Sofa Deutschlands, einer Spezialanfertigung von Rolf Benz, am Samstagabend besonders wohl.

"Am Ende des Jahrzehnts hat sich Rolf Benz als bekannteste Marke in Deutschland etabliert."

Seit 2000

2000 bis 2010 schafft Rolf Benz als „die“ Design-Marke für Luxussofas „Made in Germany“ den endgültigen Sprung in die internationale Top-Liga der Möbelindustrie. Ein Publikum, das urban und weltläufig, kreativ und kommunikativ ist und das inzwischen in allen Bereichen des Lebens Produkte in Premium-Qualität sucht, fühlt sich von Rolf Benz angesprochen.

Zum 40. Geburtstag wird 2004 das Modell DONO präsentiert: Klar, leicht, sachlich sieht es aus, scheint im Wohnraum zu schweben und lässt wie alle Rolf Benz Modelle seinen Wert ebenso wie seine Bequemlichkeit von Weitem schon erkennen. DONO wird das wahrscheinlich erfolgreichste Sofa des Jahrzehnts.

Die Modelle VERO, PLURA und MIO folgen und repräsentieren lässigen Luxus statt wuchtigem Status. In der nun beginnenden Ära der coolen Lounges, der Relaxzonen für selbstbewusste Genießer, entwickelt das Unternehmen mit seinem Modell EGO im Jahr 2003 das „Sofa nach Maß“. Auch VIDA oder ONDA folgen bis heute diesen hochkomplexen Baukastenprogrammen, die dem kreativen Kunden ein Höchstmaß an Individualisierungsmöglichkeiten, an Freiheit geben, indem er die unterschiedlichen Module kombinieren und jeder individuellen Wohnsituation anpassen kann.Was die Computerindustrie mit immer schmaleren Flat- screens vormacht, kann auch die Möbelbranche: Klare Formen und schlanke Linien dominieren. Ja, wieder ist es – wie schon 1964 bei „Addiform“ – die Freiheit der Möglichkeiten, die Rolf Benz mit seinen Sofaprogrammen auf eleganteste Weise umsetzt. Wieder gibt das Unternehmen jedem Einzelnen individuell die Freiheit, um die Ecke zu denken, nach Belieben anzureihen, zu verändern, ja sogar Ergonomie selbst zu gestalten. Im Trend liegen heute veränderbare, multifunktionale Sofas mit verstellbarer Sitzhöhe- und tiefe. Stufenlos verstellbare Kopfstützen oder variabel aufsteckbare und verstellbare Rücken- und Seitenkissen sowie Sitztiefenverstellungen ermöglichen unterschiedliche Sitz- und Relaxpositionen. So ist das Rolf Benz Sofa zum Maßanzug für unser Zuhause geworden. Und so verbirgt sich hinter dem trockenen Begriff „Systemprogramme“ nichts anderes als die 50 Jahre alte Rolf Benz Kernkompetenz!Heute findet eine Verschmelzung klassischer Wohnbereiche zu offenen Wohnräumen statt: Im Bad liest man Bücher oder Zeitschriften, in der Küche wird ferngesehen und Schlaf-, Arbeits- sowie Wohnraum kennen ohnehin keine Trennung mehr. Gut so! Denn die Möbel, die Sofas und Stühle von Rolf Benz, sie werden ohnehin seit 50 Jahren für den Lebensraum des Menschen entworfen und hergestellt und eben nicht nur für sein Wohnzimmer.
"Genau deshalb ist Rolf Benz das Synonym für gutes Sitzen, perfektes, innovatives Design und höchste handwerkliche Qualität „Made in Germany."

 

Rolf Benz DONO – Jubiläumssofa
40 Jahre Rolf Benz.