Made in Germany
D-72202 Nagold

Nein, das Leben ist nicht einfach. Man weiß nicht mehr, an was man noch glauben soll. Religionen? Das war einmal. Ideologien? Lieber nicht. Bleibt: Qualität! An sie kann man glauben, wenn auf einem Produkt „Made in Germany“ steht. Denn egal, ob wir uns nun ein Auto oder ein Sofa kaufen, ob wir in ein Papiertaschentuch schneuzen oder uns an einen Teddybären kuscheln – wenn „Made in Germany“ draufsteht, dann wissen wir: Dieses Produkt ist gut, es ist langlebig, es ist hochwertig. Ja, irgendwie flüstert uns das Produkt dann vertrauenerweckend zu: „Ich bin aus gutem Hause. Mit mir kannst du keinen Fehler machen.

Das Gütesiegel „Made in Germany“ steht für Leistung und Tradition; für technische Innovation und künstlerische Kreativität. Dieses Siegel gehört zu den Leitplanken auf den Autobahnen unseres Konsumlebens. Dabei war die Geburt dieses Gütesiegels so gar nicht nett: Die drei englischen Worte „Made in Germany“ wurden vor 125 Jahren von Großbritannien aus in die Welt gesetzt, um deutsche Waren zu diffamieren. Doch „wer andern eine Grube gräbt  ...“; das Gegenteil wurde bald der Fall: „Made in Germany“ ist seit Jahrzehnten ein global verstandenes Attribut, das mehr ist als ein simpler Verweis auf das Herstellungsland, das auch Goethe und Beckenbauer, Dichtung und Fußball im Portfolio hat. „Made in Germany“, das gibt Sicherheit und schenkt Vertrauen. Mehr noch, viel mehr: Es ist ein Bekenntnis zum Wert und nicht zum Preis eines Produkts.

Sicher wird die Aura, die von „Made in Germany“ ausgeht, nicht unbedingt von Konsumenten verstanden, die ausschließlich in Schnäppchen verliebt sind und Geiz geil finden.

Dafür zeigt „Made in Germany“ vielmehr die Haltung eines Unternehmens, das ganz bewusst noch „deutsche Wertarbeit“ leistet. Und wem dieser Begriff nun nicht trendig genug ist, der kann ihn ja ruhig durch „high-class workmanship“ austauschen. Fest steht, dass Produkte „Made in Germany“ begehrt sind und in der Weltwirtschaft einen exzellenten Ruf genießen. Sie sind schließlich Garant für jene hohe Exportquote, die Deutschland bisher großartig durch die Krise geführt hat. Das soll nicht heißen, dass wir Schweizer Uhren und amerikanische Smartphones ablehnen. Aus jedem Land nur das Beste: Und es ist nun einmal wirklich besser, bei einem Glas italienischem Wein auf einem deutschen Sofa zu sitzen – statt umgekehrt.