Boatmovie
DIE HAFEN-AUFMÖBLER

Ob Sessel, Sofa, Couchtisch, Stadtvilla, Landhaus, Concept Store, Restaurant oder Hotel – das umtriebige Designstudio „labsdesign“ passt in keine Schublade und überrascht immer wieder mit außergewöhnlichen Ideen. Jüngster Clou der vielfach ausgezeichneten Hamburger Kreativen ist ein eigener Bildband namens „Boatmovie“, eine Hommage an zeitloses Möbeldesign und eine Liebeserklärung an den Hamburger Hafen.

"Neben unseren Auftragsarbeiten nehmen wir uns zwischendurch immer wieder Zeit für eigeninitiierte Foto- und Kunst-Projekte“, erklärt Studiogründer Sebastian Labs. „Irgendwann entstand bei uns die Idee, einige der für ROLF BENZ entworfenen Möbel in einem völlig neuen Kontext zu inszenieren und frische Hamburger Hafenluft schnuppern zu lassen. Dazu haben wir die Möbelstücke auf unsere studioeigene Barkasse gepackt und sind auf der Suche nach spektakulären Schauplätzen kreuz und quer durch den Hamburger Hafen gefahren. Mit an Bord waren der Stuhlsessel ROLF BENZ 641, die gepolsterte Fußbank Rolf Benz 945, die beiden Lounge-Sessel ROLF BENZ 384 und 394 sowie die vier Couchtische ROLF BENZ 985, 927, 923 und 933.“

„Das Hafengebiet gehört mit all seinen unterschiedlichen, authentischen und manchmal fast schon poetisch wirkenden Ecken und Kanten zum Umfeld unseres kreativen Schaffens“, sagt Gunther Kleinert von labsdesign. „Unsere Barkasse nutzen wir gerne, um den Blickwinkel zu ändern und außerhalb der vier Bürowände auf neue Ideen zu kommen. Im Rahmen des Fotoprojekts Boatmovie haben wir bevorzugt Orte angesteuert, an denen man schicke Designermöbel wohl am allerwenigsten vermuten würde. Dabei war für die Neuinszenierung der Möbelstücke nicht selten akrobatischer Körpereinsatz gefragt“, so Kleinert.

Wir finden, der Einsatz hat sich gelohnt und freuen uns schon auf die nächsten fangfrischen Ideen aus der Hansestadt.

Hotel Fritz Lauterbad
Urban Soul meets Black Forest

Geht es um stylische Designhotels, denkt man fast automatisch an pulsierende Metropolen wie Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt. Aber Freudenstadt? Das beschauliche Schwarzwald-Städtchen haben wohl die wenigsten auf dem Zettel. Das lässt sich ändern, wird sich Steffen Schillinger gedacht haben, als er 2016 das in die Jahre gekommene „Waldhotel Zollernblick“ in Freudenstadt-Lauterbad kaufte, um seine Vision von einem Hotel zu realisieren, das großstadttaugliches Design mit Schwarzwälder Gemütlichkeit verbindet.

Unter dem Leitmotto „Urban Soul meets Black Forest“ verwandelte sich der Gebäudekomplex binnen drei Jahren in ein modernes Vorzeigehotel, das innen wie außen höchsten Designansprüchen genügt. Im Juli 2019 wurde das Hotel unter dem neuen Namen „Hotel Fritz Lauterbad“ eröffnet. Wir sprachen mit Hotelmanager Steffen Schillinger über Querdenkertum, Heimatgefühle und die Exklusivpartnerschaft mit ROLF BENZ.     

Herr Schillinger, in Ihrer Branche gelten Sie als „Der junge Wilde“. Warum?

Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wie es dazu kam. Vielleicht durch einen Presseartikel zu einem früheren Projekt, die Berghütte Lauterbad – eine Ausflugs- und Eventlocation, die wir 2014 eröffnet haben. Wie jetzt im „Fritz“, haben wir auch bei der Berghütte ganz neu gedacht und überraschen unsere Gäste dort mit einem Mix aus Tradition und Moderne. Ich kann mich jedenfalls gut mit der Rolle des „Jungen Wilden“ identifizieren. Ich bin niemand, der alte Klassiker ausgräbt. Ich habe Hummeln im A**** und liebe es einfach, die üblichen Trampelpfade zu verlassen, um Neues auszuprobieren und Dinge anders zu machen.

Das haben Sie mit Ihrem neuen Hotel Fritz Lauterbad eindrucksvoll bewiesen. Wie kamen Sie auf die Idee zu „Urban Soul meets Black Forest“?

Es war von Anfang an klar, dass für das Hotel ein Neuanfang mit einem zukunftsfähigen Konzept hermusste. Die Idee zu „Urban Soul meets Black Forest” entstand auf einer Hotel-Scouting-Tour. Zur Inspiration habe ich mir viele unterschiedliche Hotels angeschaut. In Österreich und in der Schweiz. Aber auch in Städten wie New York, Paris oder Amsterdam. Auf meiner Tour habe ich jede Menge Eindrücke gesammelt. Und haufenweise Fotos. Irgendwann hat es dann Klick gemacht.   

Was verstehen Sie unter „Urban Soul meets Black Forest“?

Mit unserem Konzept richten wir uns an designaffine Gäste mit einem Hang zum urbanen Lifestyle und zu schöner Natur. Ich selbst bin ein Freund der Großstadt und habe lange in Köln und Frankfurt gelebt. Ich mag das urbane Lebensgefühl und gutes Design. Ich mag aber auch den Schwarzwald. Sehr sogar. Warum also nicht beides kombinieren, Großstadt-Flair und ländliche Idylle? Genau das erwartet unsere Gäste im „Fritz“.

Für die Inneneinrichtung des „Fritz“ haben Sie eine Exklusivpartnerschaft mit ROLF BENZ geschlossen. Wie kam es dazu?

Die Idee einen Partner zu haben, der das ganze Haus mit hochwertigen und stilvollen Möbeln ausstatten kann, hatte ich schon recht früh. Bei einer Veranstaltung von Rolf Benz auf unserer Berghütte kam ich mit den Verantwortlichen ins Gespräch und habe von den Plänen für unser neues Hotelkonzept erzählt.

Bei ROLF BENZ war man sofort Feuer und Flamme. Die Chemie hat auf Anhieb gestimmt. Gemeinsam haben wir überlegt, wie sich das Konzept „Urban Soul meets Black Forest“ gestalterisch am besten umsetzen lässt. Irgendwann bekam ich Bilder vom ROLF BENZ Stand auf der Möbelmesse in Mailand zu sehen, die den Nagel genau auf den Kopf getroffen haben und exakt das widergespiegelten, was wir wollten. Auf dieser Basis ging es dann so richtig los mit der Möbel-, Farb- und Materialauswahl. Im Dezember 2018 haben wir alles final verabschiedet. Und Mitte Mai 2019 konnten wir die Möbel schließlich aufbauen. Ein tolles Gefühl!

Was verbinden Sie mit der Marke ROLF BENZ?

Wie unser Haus steht auch der Name ROLF BENZ für höchste Schwarzwälder Qualität. Die Möbelstücke aus Nagold sind einfach unfassbar stylish, zeitlos und einmalig bequem. Es gibt Modelle, die sich schon seit Jahrzehnten gut verkaufen. Echte Klassiker. Auch viele Bekannte und Verwandte von mir haben Möbel von ROLF BENZ im Wohnzimmer stehen. Zum Teil schon seit zig Jahren. Trotzdem wirken sie heute noch so modern wie am ersten Tag.     

Sie haben nicht nur die Inneneinrichtung selbst verantwortet, sondern auch das Logo und das Corporate Design des Hotels eigenhändig entworfen. Waren Sie schon immer so kreativ?

Schon als kleiner Bub habe ich viel gezeichnet. Ich war schon immer ein sehr visueller Typ. Und ich hatte schon immer ein Faible für Design und Architektur. Wenn es die Hotellerie nicht gäbe, hätte ich wahrscheinlich ein eigenes Design- oder Architekturbüro.

Sie stammen aus einer Schwarzwälder Hoteliers-Familie, die seit vielen Jahren auch das renommierte Wellnesshotel Lauterbad leitet. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den Eltern?

Meine Eltern sind Macher, Schaffer, Vollblut-Gastronomen und Gastgeber wie sie im Buche stehen. Von ihnen habe ich ultraviel gelernt und lerne immer noch viel von ihnen. Wir sind ein eingespieltes Dreiergespann, stimmen uns eng ab und treffen gemeinsam wichtige Entscheidungen. Das war auch bei der Planung des „Fritz“ so. Stück für Stück geben sie zwar mehr und mehr Verantwortung an mich ab, weil sie zum Beispiel auch mehr reisen möchten. Trotzdem sind sie nach wie vor sehr aktiv und präsent. Sie lieben die Arbeit im Betrieb und den Umgang mit den Gästen. Das ist schön. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar.    

Ihre Gäste können im „Fritz“ ganz in Ruhe neue Kraft tanken. Wie entspannen Sie sich?

Das ist im Moment gar nicht so einfach. Nach Fertigstellung und Eröffnung des „Fritz“ Ende Juli ist es zwar etwas ruhiger geworden, aber ich laufe nach wie vor auf Hochtouren. Jetzt stehen die ganzen operativen Dinge an. Wenn ich zwischendurch mal Ruhe brauche, gehe ich gerne in die Natur und fotografiere. Das wirkt sehr entschleunigend auf mich. Demnächst steht eine Wanderung mit meiner Freundin auf dem Programm: Wanderschuhe an, Handy aus und einfach mal die Ruhe genießen. Das erdet mich.    

WOW so weit das Auge reicht

Das exklusiv mit Möbeln der Marken ROLF BENZ und freistil ROLF BENZ ausgestattete „Fritz“ bietet insgesamt 70 Zimmer und Studios – wahlweise mit Wald- oder Panoramablick. Herzstück des Hotels ist die gläserne Lobby, die den denkmalgeschützten Altbau mit dem modernen Neubau verbindet. Die Sitz- und Lounge-Möbel sind als Wohninseln angeordnet und korrespondieren farblich mit der umliegenden Landschaft. Wände und Möbel präsentieren sich in Erd- und Naturtönen – von Grün bis Kupfer und Schlamm.

In den Zimmern und Studios finden sich der Sessel Rolf Benz 684 in schwenkbarer Ausführung, der Sessel freistil 173, das Sofa freistil 175 sowie die Couchtische Rolf Benz 8480 und Rolf Benz 973. Rolf Benz 650 kommt als Schreibtischstuhl zum Einsatz sowie in unterschiedlichen Ausführungen in der Bistro-Bar, im Restaurant und – in stapelbarer Form – im Tagungsraum.

Rolf Benz ADDIT
Genese eines Lieblingsortes

Mit Rolf Benz ADDIT haben Tina Bunyaprasit und Werner Aisslinger ein progressives, modulares Sofasystem mit ikonischem Potenzial entworfen und einmal mehr visionären Esprit und handwerkliche Expertise bewiesen. Die innovative Sofa-Landscape eröffnet eine völlig neue Perspektive für individuelles Wohnen und zeigt die Marke Rolf Benz von einer ungewohnt verspielten Seite, ohne es dabei an der charakteristischen Klarheit fehlen zu lassen. Wenn man so möchte, ist es den beiden Berliner Designern in engem Zusammenspiel mit Rolf Benz gelungen, eine Sofa gewordene Antwort auf unsere hyperindividualisierte Zeit zu formulieren.

Wir sprachen mit den beiden Designern über den Schaffensprozess von der Aufgabenstellung bis zur Premiere auf dem Salone del Mobile 2019.

Phase 1: Vom Briefing zum Design

Frau Bunyaprasit, Herr Aisslinger, wie nähert man sich als Designer einer solchen Aufgabe? Wo fängt man an?

W. Aisslinger: Zunächst einmal war da ein sehr ausführliches und wirklich gutes Briefing von Rolf Benz – mit präzisen Vorgaben und gleichzeitig genügend Spielraum für eigene Gedanken. Das ist die Basis unserer Arbeit. Im Idealfall lässt man das Briefing dann erst einmal eine Weile sacken. Später folgen dann die ersten Ideenskizzen.

T. Bunyaprasit: Es kann helfen, wenn man sich überlegt, was man sich eigentlich selbst wünscht. Was einem in dieser Sofawelt vielleicht noch fehlt und was man gerne in die Welt setzen würde. Damit ist so ein Auftrag letztlich auch immer eine tolle Chance, sich seine eigenen Wunschvorstellungen zu erfüllen. 

Wovon lassen Sie sich inspirieren?

W. Aisslinger: Wir reisen super viel. Das kommt natürlich auch durch die verschiedenen Aufträge und Projekte. Und wir leben in einer sehr inspirierenden Stadt. In Berlin ist eigentlich jeder Tag Inspiration. Da reicht es oft schon einfach so durch den Kiez zu laufen. Als Designer absorbiert man seine Umwelt – und lässt das Gesehene oder Erlebte in die eigene Arbeit einfließen.

T. Bunyaprasit: Inspiration kann vieles sein. Auch ein Blick in die Vergangenheit. Kindheitserinnerungen zum Beispiel. Man kann sich zurückversetzen und fragen, was man früher geliebt hat. Gerade beim Thema Sofa spielt Wohlbefinden und dieses Gefühl von Geborgenheit eine ganz zentrale Rolle. Da kann der Blick zurück sehr nützlich sein.

Was war die Idee hinter Rolf Benz ADDIT?

T. Bunyaprasit: Es ging darum, ein Sofasystem zu entwickeln, das als universeller Lieblingsort taugt und allen Facetten des modernen Alltagslebens Rechnung trägt.Das System versteht sich als eine Art Baukasten. Man kann unterschiedlichste Komponenten nach Belieben kombinieren. Diese besondere Flexibilität gibt dem Ganzen etwas sehr persönliches. 

W. Aisslinger: Es ging darum einen Lieblingsort zu schaffen. Eine Collagewelt. Eine kleine persönliche Wunderkammer. Einen Ort, an dem sich Dinge akkumulieren, die aus dem eigenen Leben stammen oder Teil des Baukastens sind. Das Thema Collage beschäftigt uns schon länger. Wir versuchen keine monochromen Stilwelten zu bauen, sondern verschiedene Materialien, Welten und Oberflächen zusammenzubringen. Als Designer verstehen wir uns als eine Art DJ, der das Ganze so mixt, dass es sowohl für den Endkunden als auch für die Marke Rolf Benz funktioniert.

Phase 2: Vom Papier in die Umsetzung

Wie wird die Idee konkretisiert?

T. Bunyaprasit: Wir machen jede Menge Skizzen. Die entstehen nicht nur klassisch an unserem Arbeitsplatz im Studio, sondern zum Beispiel auch spontan auf der Serviette beim Lunch im Restaurant. Am Anfang ist alles noch ziemlich krakelig. Aber wir gehen dann relativ schnell in die 3D-Programme, um wirklich realistische Proportionen darzustellen. Alles entsteht erst digital am Bildschirm und wird dann anhand von realen Modellen analog umgesetzt.

W. Aisslinger: Weil ein Sofa heute oft frei im Raum steht, muss es von allen Seiten gut wirken. Also auch von hinten. Mit unseren Software-Tools können wir das gut überprüfen. Auf dieser Basis baut Rolf Benz dann die Muster. Es geht also tatsächlich relativ schnell von der 3D-Computerphase in reale Volumenmodelle.

Wie gehen Sie bei der Auswahl der Materialien vor? Worauf achten Sie dabei besonders?

T. Bunyaprasit: Wir sammeln viele Materialien und haben ein entsprechend großes Materiallager. Das gibt uns die Möglichkeit, unterschiedlichste Materialien nach Lust und Laune zu kombinieren und mit der Haptik und Optik zu experimentieren.  

W. Aisslinger: Dabei sind uns vor allem ehrliche, authentische Materialien wichtig. Nichts Artifizielles. Es geht um Glas, um Stein, um Stoffe, um Leder – und um schöne Texturen. Die Finishes sind sehr wichtig, also ob etwas matt oder glänzend ist. Oder körnig daherkommt. Es ist eine Melange. Und natürlich spielt auch das Know-how und die Welt von Rolf Benz eine entscheidende Rolle. Das heißt ganz konkret: Welche Materialien sind verfügbar? Und wie sehen die neuesten Stoffkollektionen aus?

Phase 3: Teamwork an den Prototypen

Was passiert in der Prototyp-Phase?

W. Aisslinger: Das ist ein sehr spannender und symbiotischer Moment. Hier kommt es zum Abgleich zwischen der Marke Rolf Benz und uns als Design-Team. In der Prototyp-Phase sitzen die Ingenieure und Entwickler mit am Tisch. Und alles kommt auf den Prüfstand. Wo hat die Optik Priorität, wo die Konstruktion? Gibt es mögliche Sparpotenziale, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wird. Fragen wie diese gilt es in der Prototyp-Phase im Team zu beantworten.

T. Bunyaprasit: Für mich ist die Prototyp-Phase mit die aufregendste. Man sieht das Sofa endlich ganz real vor sich, kann es anfassen und darauf Platz nehmen. So lassen sich Optimierungspotenziale oft ganz unmittelbar erkennen.

Welche Tests muss der Prototyp bestehen?

T. Bunyaprasit: Zunächst einmal läuft man um das Sofa herum und begutachtet es von oben bis unten. Man fasst es an. Man setzt sich darauf. Man lässt sich auch einfach mal auf das Sofa fallen, um zu spüren, ob es sich gut anfühlt. Und dann überlegt man auch, ob die Größe so tatsächlich stimmt.  

W. Aisslinger: Es geht dabei natürlich viel um Ergonomie und Sitzkomfort. Aber im Fall von ADDIT ging es auch um Lässigkeit und Weiterentwicklung. Man hat sich bei Rolf Benz ja explizit etwas Progressives gewünscht. Dies alles unter einen Hut zu bringen war eine ziemliche Herausforderung. Aber genau das ist es ja auch, was unseren Job am Ende so reizvoll macht.

Phase 4: Vom Prototyp zur Produktion

Was ist das Besondere an der Produktionsphase?

W. Aisslinger: Das Spannende bei Rolf Benz ist, dass alles komplett Made in Germany ist. Wir sprechen hier von höchster Verarbeitungsqualität. Genau darum geht es letztlich – um die Umsetzung dieses hohen Qualitätsanspruchs bis ins Detail. An jeder einzelnen Naht wird überlegt: Ist das die richtige, die bestmögliche Lösung? Wo fängt die Naht an, wo endet sie? Dann geht es um Konstruktionselemente wie Metallknotenpunkte und Anformungen. Das ist dann das Tuning des Entwurfes und macht besonders viel Spaß. Vor allem mit einem erstklassigen Partner wie Rolf Benz, der in dieser Hinsicht besonders versiert ist und großen Wert auf höchste Perfektion legt.

T. Bunyaprasit: Handwerkliche Perfektion wird sowieso immer wichtiger. Schön, wenn man wie hier mit Rolf Benz die Möglichkeit hat, dieses hochwertige Qualitätshandwerk auch tatsächlich konsequent bis ins kleinste Detail zu verwirklichen.

Phase 5: Das fertige Produkt

Was sind die Design-Highlights von Rolf Benz ADDIT?

W. Aisslinger: Rolf Benz ADDIT bietet eine ganze Reihe toller Highlights. Da wären zum Beispiel die erstklassig verarbeiteten Kissen mit ihren tollen Nähten und ihrem angenehmen Volumen für ausgezeichneten Sitzkomfort. Oder das elegante Plateau, das dafür sorgt, dass das Sofa förmlich zu schweben scheint. Hinzu kommt der darunterliegende Rahmen mit seinen Plug-in-Optionen – zum Beispiel für kleine Side-Tables oder Ablagen. Denn ADDIT ist nicht nur ein Sofa. Es ist eine ganze Landscape. Ein großer, durchdachter Baukasten, der sich spielerisch, freundlich und einladend präsentiert.  

T. Bunyaprasit: Eine weitere Besonderheit ist die Lässigkeit des Systems. Es ist ein relativ leichtes Möbel mit knuffigen, weichen Kissen. Es sieht nicht nur gemütlich aus, sondern ist es auch tatsächlich. Es ist eine Landschaft, die stetig wachsen kann. Es gibt nichts Statisches, das das persönliche Wachstum blockieren könnte. Das ganze System hat eine sympathische Leichtigkeit, die es seinen Besitzern erlaubt, immer wieder neu zu denken.

Aus welchen Bestandteilen setzt sich Rolf Benz ADDIT zusammen?

W. Aisslinger: Rolf Benz ADDIT – das sind Sofa, Sessel, Beistelltischchen, Plug-in-Tablets, freistehende Side-Tables, Regalmöglichkeiten sowie eine eigene fein abgestimmte Teppichkollektion. Und es sollen weitere Elemente folgen. Der Baukasten wird weiter wachsen und neue Möglichkeiten eröffnen. Gemeinsam mit Rolf Benz wollen wir an der ADDIT-Welt weiterbauen. Es bleibt also spannend.

Am Ende dieses langen Entwicklungsprozesses – was war letztlich die größte Herausforderung? Und was hat am meisten Spaß gemacht?

W. Aisslinger: Die hohe Rolf Benz Qualität so luftig-leicht und lässig zu interpretieren war eine Herausforderung, die gleichzeitig unglaublich viel Spaß gemacht hat.    

T. Bunyaprasit: Stimmt genau. Die Zusammenarbeit mit Rolf Benz war nicht nur von Anfang an höchst professionell, sondern auch wahnsinnig inspirierend und herzlich. Gerne mehr davon.

SALONE DEL MOBILE MILANO 2019
Neuland in Mailand

Neue Trends, neue Designs, neue Wohnkonzepte: Auf der Messe Salone del Mobile Milano zeigt sich die unbändige Schaffensfreude und Innovationsstärke der internationalen Einrichtungs- und Möbelbranche traditionell in ihrer ganzen Pracht. So bringt auch die nunmehr 58. Ausgabe des beliebten Messeklassikers wieder allerhand Überraschungen mit sich – und beweist damit einmal mehr, dass die Geschichte unserer Wohnkultur noch lange nicht auserzählt ist, sondern durch ambitionierte Designer stetig neu interpretiert und fortgeschrieben wird.

Viel Neues und ein echtes Novum

Natürlich ist auch Rolf Benz wieder für Überraschungen gut und macht mit seinen „out-of-the-box“ gedachten Neuheiten deutlich, dass mit Weltklasse-Design made in Germany immer zu rechnen ist. Da wäre zum Beispiel die neue, super modulare Sofalandschaft Rolf Benz ADDIT von Werner Aisslinger und Tina Bunyaprasit. Sie ist beispielgebend für eine neue Wohnphilosophie, die die Persönlichkeit der Bewohner konsequent in den Mittelpunkt rückt und größtmöglichen individuellen Gestaltungsspielraum bietet. Rolf Benz ADDIT versteht sich als absoluter und universell nutzbarer Lieblingsplatz im Kontext der eigenen vier Wände. Das Sofa als Gesprächsinsel. Als Home Office. Als Mediapoint. Als Spielplatz. Als Ruhepol. Als Familientreffpunkt. Kurz: Hier spielt das pralle Leben in all seinen Facetten. Die additiven Bestandteile der heimischen „Spielwiese“ sind Regale, Bügel und Tableaus sowie optionale und eigens auf Rolf Benz ADDIT abgestimmte Couchtische und Teppiche. 

Bei aller Multifunktionalität – einen Esstisch, an dem die ganze Familie Platz und sich zusammenfindet, ist und bleibt eine kulturelle Errungenschaft, die sich nicht so leicht ersetzen lässt. Was nicht heißen soll, dass Tischkultur nicht auch entwicklungsfähig ist. Rolf Benz hat auch hier wieder einmal über den eigenen Tellerrand hinausgeblickt. Nach Fernost. Das Ergebnis? Voilà: Der skulptural anmutende Esstisch Rolf Benz 986 mit optionaler Drehplatte. Der runde Tisch besteht aus durch und durch hochwertigem Naturstein und ist eine Hommage an die chinesische Esskultur. Das Design basiert auf einem Entwurf von This Weber und wird sicher nicht nur im asiatischen Raum viele begeisterte Anhänger finden. 

Und doch: Im Mittelpunkt des Interesses steht etwas anderes. Es ist ein echtes Novum. Ein Highlight – oder vielmehr zwei –, mit denen Rolf Benz auf der Mailänder Möbelmesse buchstäblich in neue Wohnsphären vordringt und damit ein komplett neues Kapitel aufschlägt: Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte wird unter dem Titel Rolf Benz SLEEPING eine eigene Bettenkollektion vorgestellt. 
 

Preisverdächtig gut schlafen

Rolf Benz SONO und Rolf Benz TONDO heißen die beiden Bettenserien, die anspruchsvolle Ruhesuchende künftig stilvoll durch die Nacht begleiten. Rolf Benz SONO wurde von Beck Design entworfen, Rolf Benz TONDO ist eine Kreation aus dem Hause Labsdesign. Moment mal ... TONDO? War da nicht was? Richtig: Das TONDO-Bett ist eine Weiterentwicklung des gleichnamigen Sofas, das vor drei Jahren in Mailand Premiere feierte und 2017 mit dem „best of the best“ die höchste Auszeichnung im Rahmen des „ICONIC AWARDS Interior Innovation“ gewann. Beste Voraussetzungen also für einen preisverdächtig guten Schlaf.

Ein Bett wie eine Umarmung

Ob an der Wand oder freistehend im Raum – das bodennahe Bett Rolf Benz TONDO macht in jeder Situation eine rundum gute Figur. Dank der losen Rückenkissen kann man sich bequem aufrecht anlehnen. Und durch das umarmende Kopfteil lässt sich sogar gegenüber sitzend Platz nehmen. Die innovative „Kuschel-Lounge“ ist in drei Breiten und zwei Längen sowie als Boxspring-Bett oder in klassischer Ausführung mit Matratze und Lattenrost erhältlich. Und wer von dem ausgezeichnet lässigen Look gar nicht genug bekommen kann, holt sich einfach noch die wunderbar korrespondierenden Beimöbel ins Schlafzimmer: Die Bank Rolf Benz 917, der Nachttisch Rolf Benz 916 und der stumme Diener Rolf Benz 907 machen das Ensemble komplett.

Formvollendete Handwerkskunst

Was beim Designbett Rolf Benz SONO als erstes auffällt, ist das Kopfteil mit seiner aufwendigen Rauten-Raffung. Trotz der ansprechend subtilen Opulenz wirkt das Bett – nicht zuletzt durch die eingerückten filigranen Füße – schwerelos und elegant. Wie Rolf Benz TONDO ist auch SONO in drei Breiten und zwei Längen sowie als Boxspring-Bett oder mit Matratze und Lattenrost zu haben. Ergänzend zum Bett gibt es die von Beck Design entworfene Polsterbank Rolf Benz 918, die sich ebenfalls mit anspruchsvollen Raffungen präsentiert. Schade nur, dass beim Schlafen die Augen geschlossen sind ...

Berlinale 2019
Menschen, Bären, Sensationen – die Hauptstadt im Filmrausch

Berlin ist Energie. Berlin ist Abenteuer. Berlin ist Vielfalt. Kurz: Berlin ist so ziemlich alles, nur nicht eintönig. Gleiches gilt freilich auch für die Berlinale, die vom 7. bis 17. Februar zum 69. Mal den Roten Teppich ausrollt – und neben nationalen wie internationalen Gästen auch wieder Hollywood-Größen wie Christian Bale an die Spree lockt. Elf prall gefüllte Tage und partyintensive Nächte lang hält das Filmfestival der Superlative die Stadt in Atem. Jetzt strahlt Berlin wieder über sich und in die ganze (Film-)Welt hinaus. 

Von Goldenen Handschuhen und Toten Hosen

Mit insgesamt 500.000 Kinobesuchen nimmt die 69. Berlinale auch in diesem Jahr wieder kinohungrige Fans aus aller Welt mit auf eine cineastische Entdeckungsreise quer durch die internationale Filmlandschaft. Gezeigt werden über 400 Streifen aus 74 Ländern. Die Themenpalette ist breit. Und hoch aktuell. Es geht um Gendergerechtigkeit, die Ausbeutung von Kindern, die Erosion traditioneller Familienmuster, Ernährung in Zeiten weltweit agierender Agrar- und Lebensmittelkonzerne und um die Arbeitswelt von Morgen. Hinzu kommen Künstlerporträts – von Brecht über PJ Harvey bis hin zu den Toten Hosen. Doch auch Horror-Thriller wie Fatih Akins „Der Goldene Handschuh“ stehen auf dem Programm. Als einer von 16 Wettbewerbsfilmen kämpft er um die heiß begehrten Bären und die Gunst der Jury unter dem Vorsitz von Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche. 

Filmreifer Auftritt

Wie schon 2018 ist ROLF BENZ auch in diesem Jahr wieder „Official Supplier“ der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Neben dem Berlinale VIP-Club („Dieter Kosslicks Wohnzimmer“), den Lounge Areas in den Potsdamer Platz Arkaden und dem Berlinale Rooftop Café mit atemberaubendem Stadtpanorama präsentieren sich auch die Audi Berlinale Lounge sowie die beiden exklusiven Partner Lounges im Berlinale Palast in unmissverständlich klarer ROLF BENZ-Designsprache.

Sorgfältig kuratiertes Interieur wie etwa das komfortable Anreihsofa Rolf Benz NUVOLA, die Sessel der Serien 383 und 384 oder der Sitzwürfel 950 prägen den loungigen Charakter der Locations und schaffen eine lässig-leichte Wohlfühlatmosphäre, die zum entspannten Verweilen einlädt. „Wir freuen uns, unsere nationalen wie internationalen Gäste nun auch in den Partner Lounges im Berlinale Palast mit Möbeln von Rolf Benz stilecht empfangen zu können“, so Kathrin Schafroth, Head of Sponsorship der Internationalen Filmfestspiele Berlin. 

Berlinale hautnah

Die beiden Partner Lounges im Berlinale Palast sowie die zweigeschossige Audi Berlinale Lounge bieten einen perfekten Blick auf den Roten Teppich. Hier lässt sich das bunte Treiben der Berlinale zweifellos am entspanntesten genießen. Während die Audi Berlinale Lounge für das Publikum zugänglich ist und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm von Yoga-Sessions über spannende Talks bis hin zu abendlichen Partys bietet, dienen die beiden Partner Lounges als exklusiver Treffpunkt für die Sponsoren und geladene Festival-Gäste.

Aber auch jenseits des Roten Teppichs lässt sich Berlinale-Luft schnuppern. Schließlich sprechen wir hier von insgesamt 35 Spielstätten, die sich kreuz und quer über die ganze Stadt verteilen. Warum also nicht auch an den „Zweigstellen“ der Berlinale für stilgerechtes Ambiente sorgen, fragte man sich bei ROLF BENZ. Gesagt, getan: Vorhang auf für den wahrscheinlich schönsten Kinosessel der Welt (Rolf Benz 384) und die glanzvoll aufgemöbelten Spielstätten Filmtheater am Friedrichshain, Odeon, Zoo Palast, Haus der Kulturen der Welt, Haus der Berlinale Festspiele sowie HAU Hebbel am Ufer.

Danke Dieter, danke Berlin

Nach 18 erfolg- und ereignisreichen Jahren nimmt Festival-Direktor Dieter Kosslick nach der 69. Berlinale seinen Hut – und Schal – und übergibt den nach eigenen Worten „schönsten Job der Welt“ an seine Nachfolger Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Wir wünschen der neuen Doppelspitze viel Erfolg und sagen: Danke, Dieter, für 18 inspirierende Jahre!

Apropos frischer Wind: Sieben der 16 preis- bzw. bärenverdächtigen Wettbewerbsfilme sind das Werk von Regisseurinnen. Ein Rekordwert. Und ein klares, ein wichtiges Signal für die Zukunft. Berlin hat die Zeichen der Zeit erkannt. Und das ist auch gut so.  

IMM COLOGNE 2019
Neuer Auftritt, Neues Sofa

Wenn etwas gemütlich oder behaglich ist, spricht man im Englischen gerne von „cozy“. Ein Begriff, der auf den ersten Blick nicht so recht zum hektischen Treiben auf einer der bedeutendsten Möbel- und Einrichtungsmessen mit 1.355 Ausstellern aus aller Welt passen will. Und doch ging es auf der 70. imm cologne dieses Jahr erstaunlich „cozy“ zu – zumindest am Messestand von Rolf Benz.

„Gemütlichkeit ist nicht unbedingt ortsgebunden. Man findet sie überall dort, wo man entspannen kann. Das geht alleine, zu zweit, mit Freunden und sogar auf einer Messe“, so Sebastian Labs und Gunther Kleinert vom Hamburger Designstudio labsdesign, das den Rolf Benz Messestand sowie die neue Couchserie Rolf Benz VOLO entworfen hat.

Design made in HH

Bei labsdesign arbeiten Designer und Innenarchitekten Hand in Hand. Das hoch dekorierte Designstudio war in den vergangenen Jahren schon häufig für Rolf Benz im Einsatz. Die Hamburger Kreativen haben Couchtische, Sessel, Sofas, Messeauftritte sowie das Rolf Benz Loft am Stammsitz in Nagold entworfen. Aber auch komplette Stadtvillen, Landhäuser, Concept Stores, Restaurants und Hotels wie etwa Til Schweigers „Barefoot Hotel“ am Timmendorfer Strand tragen die Handschrift von labsdesign.

„Ob Sofa oder Stadthaus – wir lieben neue Herausforderungen. Jedes Projekt beginnt mit einer ersten Vorstellung im Kopf, die nach und nach reift und buchstäblich immer konkretere Formen annimmt. Es folgen viele Skizzen, 3D-Modelle und Studien. Das geht dann so lange bis letztlich alle Proportionen stimmen“, erklärt Sebastian Labs.

Gemütlich – und völlig losgelöst

Auf die Frage, wie sich ein modernes Wohnumfeld gemütlich und zugleich flexibel und zeitgemäß gestalten lässt, hat labsdesign mit dem neuen modularen Sofasystem Rolf Benz VOLO einmal mehr eine rundum überzeugende Antwort abgeliefert. Rolf Benz VOLO punktet nicht nur mit außergewöhnlichem Sitzkomfort, sondern vermittelt dabei pure Leichtigkeit. Der Produktname könnte passender kaum sein: „VOLO kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie: Ich fliege“, sagt Labs. Und tatsächlich: Durch die grazilen Füße und die schlanke Rampe, die als elegante Plattform für die bequemen Sitzkissen dient, schwebt das Sofa scheinbar schwerelos im Raum.

Gunther Kleinert, Designer, Labsdesign

„Wir wollten ein lässiges und komfortables Sofa entwerfen, das sich unterschiedlich kombinieren lässt. Dabei war uns von Anfang an wichtig, den hohen Komfort nicht schwer und klobig, sondern möglichst leicht und mobil wirken zu lassen“

Sit as you are

Ob aufrechtes Sitzen oder lässiges Lümmeln – je nach Wunsch oder Situation lässt sich Rolf Benz VOLO dank der neu entwickelten Kissen mit integrierter Rückenrolle perfekt auf individuelle Sitzvorlieben anpassen. Ein Plus an Komfort und Gemütlichkeit, das die probesitzenden Besucher am Stand von Rolf Benz wie auch die Macher von labsdesign sichtlich genossen. „Es sind der hohe Sitzkomfort und die durchdachte Gestaltung der Sitz- und Rückenkissen, die VOLO so wahnsinnig gemütlich machen“, so Labs.

„Zudem bietet das Sofa tolle Kombinationsmöglichkeiten. Je nach Raumsituation lässt sich VOLO als Einzel- oder Anreihsofa inszenieren. Durch das einheitliche Sitzraster können unterschiedlichste modulare Sitzlandschaften kreiert werden. Und die Bezüge für Korpus, Rahmen, Rückenkissen und Rückenkissenrolle können entweder im einheitlichen Look oder in unterschiedlichen Farb- und Materialkombinationen gewählt werden“, ergänzt Kleinert. 

Sofasurfing für Fortgeschrittene

Und welche persönliche Beziehung haben die beiden Designer zum Thema Sofa? „Ich übernachte manchmal ganz bewusst auf dem Sofa. Für mich persönlich hat das etwas Urgemütliches. Ich denke, das lässt sich darauf zurückführen, dass ich als Kind in den Schulferien oft bei meiner Oma auf der Couch geschlafen habe. Eine absolut unbeschwerte Kindheitserinnerung“, so Kleinert.

„Ich genieße es, wenn ich einmal Zeit und Muße habe, meinen Gedanken nachzuhängen. Ein gutes Sofa kann dabei definitiv helfen“, meint Labs. Die abschließende Frage nach Sebastian Labs Lieblings-Sitzposition beantwortet er kurzerhand mit einer Gegenfrage: „Soll ich ehrlich sein ...?“ Dann rutscht er lässig von der Couch und bleibt grinsend auf dem Teppich davor sitzen. Irgendwie auch eine Form von Sofasurfing.

Sebastian Labs, Designer, Labsdesign

„Ich genieße es, wenn ich einmal Zeit und Muße habe, meinen Gedanken nachzuhängen. Ein gutes Sofa kann dabei definitiv helfen“

Das „TECHART Interieur ROLF BENZ“ -
„Hygge“ auf Achse

Das Streben nach individueller Wohlfühlatmosphäre ist nicht nur in den eigenen vier Wänden en vogue, sondern längst auch auf der Straße angekommen – im automobilen Luxussegment. Das Auto als repräsentativer, maßgeschneiderter Reise(t)raum auf Rädern, der die Persönlichkeit, das Stilgefühl und den Lifestyle des Besitzers zum Ausdruck bringt und das Unterwegssein als sinnliches Erlebnis inszeniert. Die schwäbische Firma TECHART weiß diesen Zeitgeist meisterhaft zu bedienen.

Der Fahrzeugveredler aus Leonberg bei Stuttgart hat sich auf die Premium-Individualisierung von Porsche Modellen spezialisiert und bietet seinen anspruchsvollen Kunden perfekt abgestimmtes Interieur- und Exterieur-Design. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Optik, maximale Funktionalität und verbesserte Performance. Jüngster Clou: Das „TECHART Interieur ROLF BENZ“, das exklusiv für den Porsche Cayenne entwickelt wurde. 

Ein Gespräch mit Bettina Hermann, die bei Rolf Benz das Produkt- und Designmanagement verantwortet und den beiden TECHART Geschäftsführern Tobias Beyer und Steven Ratz.

Herr Beyer, warum haben Sie sich für Rolf Benz als Kooperationspartner entschieden?

„Der Name Rolf Benz steht für exzellenten Sitzkomfort. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich auf höchstem Niveau und reicht bis ins kleinste Detail. Schon beim ersten Gedankenaustausch auf der Kölner Möbelmesse war allen Beteiligten klar, wie spannend es ist, wenn die Welt des Wohnens auf automobiles Interieur trifft.“ 

Wie hat man sich bei Rolf Benz dieser außergewöhnlichen Aufgabe angenähert, Frau Hermann?

„Wir waren im Vorfeld auf dem Genfer Autosalon, um uns einen Überblick über die aktuellen Individualisierungskonzepte der Wettbewerber zu verschaffen. Beflügelt von der Zukunftsvision des autonomen Fahrens geht der allgemeine Trend beim Fahrzeuginnenraum stilistisch immer mehr weg von der sportlichen und technischen Aussage hin zu einem komfortablen Entspannungsraum. Damit hält der Hygge-Wohlfühltrend auch in unseren Autos Einzug. Den unverwechselbaren Rolf Benz Look vom Wohnzimmer ins Fahrzeuginnere zu übersetzen war eine unglaublich spannende Aufgabe. Aber auch eine große Herausforderung.“

Wo genau lagen denn die Knackpunkte?

„Im Auto gibt es teils starke Klima- und Temperaturschwankungen. Auch die Lichteinstrahlung ist enorm. Mit diesen Extremanforderungen müssen die ausgewählten Materialien dauerhaft zurechtkommen. Qualität ist hier das A und O. Hinzu kommt, dass ein Fahrzeug-Innenraum aus sehr vielen Komponenten und Details besteht. Türen, Konsolen, Sitze, Lenkrad, Fußmatten und so weiter. Das alles muss für sich definiert werden. Bis auf die Displays und einige Schalter haben wir jede einzelne Oberfläche des Interieurs neu gestaltet. Vor besondere Herausforderungen stellten uns die Autositze. Wir wollten die eher legere Polsterung eines Sofas optisch auf die Autositze im Cayenne übertragen. Das ist uns letztlich auch gut gelungen – dank des großartigen handwerklichen Know-hows des TECHART Teams.“ 

Wie war das mit den Autositzen, Herr Ratz?

„Eine der größten Herausforderungen war tatsächlich die Verarbeitung des Wollstoffs. Angenehme Haptik, warm, unglaublich weich und ganz anders als Leder. Aber mit bis zu 870 g/lfm auch recht „zickig“, nicht spaltbar und mit einer vorgegebenen Legerichtung. Der Look der Sitze sollte einerseits straff erscheinen, um die sportliche Komponente des Fahrzeugs zu unterstreichen. Andererseits wollten wir aber auch eine legere, heimelige Wohlfühl-Komponente einarbeiten. Die Stoffraffung an den Sitzwangen war hierfür die ideale Lösung. Wir haben unzählige Prototypenbezüge ausprobiert, bis wir schließlich den perfekten Look hatten.“

Warum gerade dieser Stoff, Frau Hermann?

„Der verwendete Wollstoff überzeugt durch höchste Qualität, ist ein ganz besonderes haptisches Erlebnis und wird im Fahrzeugbereich bisher kaum verwendet. Es hat uns sehr gereizt, das Thema Wohnlichkeit auf das automobile Interieur zu übertragen. Auch im Fahrzeughimmel haben wir den Wollstoff eingearbeitet. Er reduziert den Schall im Fahrzeuginneren und sorgt für eine tolle Akustik. Es ist ein Stoff aus der Rolf Benz Kollektion, der übrigens auch bei unseren aktuellen Messeneuheiten zum Einsatz kommt.“

Welche Materialen werden sonst noch verwendet und was können Sie uns über das Farbkonzept erzählen, Frau Hermann?

„Die Rolf Benz Kollektion ist von natürlichen Materialien geprägt. Diese Linie wollten wir auch im Rahmen dieses Projekts beibehalten und haben uns daher für eine Kombination aus Leder, Stoff und gewebter Fußmatte entschieden. Alle eingesetzten Materialien zeichnen sich durch höchste Eleganz und Wertigkeit aus. Beim Farbkonzept haben wir uns für eine Kombination aus Umbra, Bleu und Cappuccino entschieden. Pudrige Farben, die Wärme, Geborgenheit und Eleganz ausstrahlen, ohne süßlich zu wirken.

Warum die champagnerfarbene Exterieur-Sonderlackierung, Herr Ratz?

„Zum einen setzt der zarte Champagner-Farbton alle Fahrzeugkonturen perfekt in Szene. Zum anderen korrespondiert er ideal mit unserer Interieur-Farbwelt. Zudem bildet er ein breites Spektrum an Farbwerten aus den Bereichen Platin, Gold und Silber ab. Das vermittelt einen eleganten und wertigen Eindruck.“

Herr Beyer, was macht den Porsche Cayenne in der Rolf Benz Edition sonst noch so besonders?

„Unser Porsche Cayenne in der Rolf Benz Edition besticht durch angenehm unaufdringlichen Luxus, vermittelt ein Gefühl von Entschleunigung und garantiert höchste Aufenthaltsqualität. Durch den hohen Stoffanteil und die perfekt aufeinander abgestimmten Farben und Materialien haben wir einen einzigartigen Reiseraum geschaffen und bieten unseren Kunden in Verbindung mit der empfohlenen Exterieur-Sonderfarbe ein rundum durchdachtes und stilsicheres Design. Wir haben über 80 Quadratmeter feinste Materialien verarbeitet – perfekt bis ins kleinste Detail. Die Leder- und Stoffpartien wurden optimal arrangiert und geben ein stimmiges Gesamtbild ab. Der Fußraum wurde komplett in Leder ausgeschlagen. Hinzu kommt ein umfangreiches Exterieur-Paket, das die Gesamthöhe des Fahrzeugs optisch reduziert, es insgesamt dynamischer erscheinen lässt und unseren Cayenne auch in der Außenwirkung unübersehbar vom serienmäßigen Modell abgrenzt.“

Fazit: Wenn ein Premium-Fahrzeugveredler und ein Premium-Polstermöbelhersteller ihre PS gemeinsam auf die Straße bringen, kann ein kleines Meisterwerk entstehen. Ende September 2018 wird der Porsche Cayenne in der Rolf Benz Edition im Rahmen der ROLF BENZ Hausmesse erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Und Reiselust neu definiert.   

SALONE DEL MOBILE MILANO 2018
Möbelerwachen in Mailand

Es ist April. Es ist Frühling. Es ist Salone del Mobile! Vom 17. bis 22. April 2018 dreht sich in der Möbel- und Millionenmetropole Mailand wieder alles um neueste Wohntrends und richtungsweisendes Interior Design. Bereits zum 57. Mal zelebriert die norditalienische Weltstadt das pulsierende Happening mit internationaler Strahlkraft. Den rund 300.000 Besuchern der weltgrößten Möbelmesse blühen Inspirationen im Minutentakt. Über 2.000 Aussteller präsentieren ihre Konzepte für zeitgemäßes Wohnen, darunter auch Rolf Benz mit stilvollen Möbelkreationen südlich des Mainstreams.  

Home is not a place, it’s a feeling

Rolf Benz 388, Rolf Benz 655 und Rolf Benz 988 – das sind die drei neuen Produktserien, mit denen Rolf Benz das Publikum an seinem Messestand empfängt. Diesjähriges Motto rund um den Messeauftritt: „Home is not a place, it’s a feeling“. Damit greift Rolf Benz die wachsende Sehnsucht nach Geborgenheit in einer immer agiler werdenden Welt auf und reagiert zugleich auf den Wunsch nach flexiblen Möbelkonzepten in Zeiten von Wohnungsknappheit und modernem, urbanem Nomadentum. 

Das kombinationsfreudige und flexible Sofaprogramm Rolf Benz 388 etwa passt sich jeder Raum- und Lebenssituation perfekt an und präsentiert sich dank integrierter Ablage überaus praktisch. Der fast schon skulptural und zugleich erstaunlich filigran anmutende Esstisch Rolf Benz 988 nach einem Entwurf des Designers Bodo Sperlein ist eine wahre Augenweide und – je nach Raumangebot – in drei unterschiedlichen Längen erhältlich (2,20 m, 2,40 m, 2,60 m). Last, but not least ist da noch der elegante Stuhl Rolf Benz 655 des Design-Duos Hoffmann/Kahlesyss, der auch jenseits des Messestands und geschlossener Wohnwelten eine hervorragende Figur abgibt. Zum Beispiel auf den quirligen Straßen und Plätzen Mailands.  

Wohnzimmer-Feeling to go

Mailand bietet unzählige schöne Orte, die zum „dolce far niente“ – dem süßen Nichtstun – einladen. In Anlehnung an das Rolf Benz Messemotto „Home is not a place, it’s a feeling“ haben wir uns den Designstuhl Rolf Benz 655 samt passenden Wohnaccessoires geschnappt, um einige der schönsten Locations Mailands aufzumöbeln und aus einer beschaulichen „Wohnzimmerperspektive“ zu erleben. Komfortzone mal anders.

Unsere Citytour beginnt am Stadttor Porta Ticinese auf der Piazza XXIV Maggio. Das neoklassizistische Stadttor aus rosa Granit zählt zu den wichtigsten Werken des Architekten Luigi Cagnola und macht sich – nebenbei bemerkt – ganz wunderbar als Hintergrundkulisse für unser mobiles Wohnzimmer im Kompaktformat.

Weiter geht es ins historische Kanalviertel Navigli, das mit zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants aufwartet. Das Viertel erinnert uns ein wenig an Venedig und ist ein beliebter Treffpunkt für feierfreudige Nachtschwärmer. Auch hier bauen wir unser kleines Wohnzimmer auf und lassen das charmante Treiben auf uns wirken.

Natürlich steht auch die Piazza del Duomo mit dem imposanten Mailänder Dom und dem Triumphbogen der Galleria Vittorio Emanuele II auf unserer Liste. Der zentrale Hauptplatz ist das Herz von Mailand. Wenig überraschend, dass unsere Wohnzimmer-Installation an diesem exponierten Ort ein besonders großes Hallo auslöst.

Nächste Station auf unserer Tour ist das neue Viertel „CityLife“ auf dem ehemaligen Messegelände. Das zweifellos markanteste Gebäude am Platz ist der 170 Meter in den Mailänder Himmel ragende Generali-Büroturm nach einem Entwurf der 2016 verstorbenen Stararchitektin Zaha Hadid. Ein wahrhaft majestätischer Anblick, der aus der gemütlichen Perspektive des Rolf Benz 655 betrachtet noch imposanter wirkt. 

Ein Besuch im historischen Brera-Viertel inmitten der Mailänder Altstadt, das mit kleinen Boutiquen und hübschen Lokalen besticht, setzt den Schlusspunkt unserer kleinen „Wohnzimmer-City-Tour“. Fazit: Herrlich inspirierend, dieser Mailänder Möbel-Frühling!

aptm
Das Lifestyle-Labor.

Die Lindower Straße 18 im Berliner Stadtteil Wedding gehört zu den aktuell wohl angesagtesten Adressen in Sachen Interior Design. Hier hat Chris Glass in der dritten Etage eines alten Backsteingebäudes Mitte 2017 das aptm (a place to meet) ins Leben gerufen. Das aptm präsentiert sich als ebenso heimelig wie extravagant inszeniertes Loft und versteht sich als Showroom, Event-Location und Living Gallery für Design, Kunst, Accessoires, Kuriositäten und Kulinarik - ein einzigartiges Refugium für Ausstellungen, Business-Events, Dinner-Partys, Verkostungen, Fotoshootings und allerhand mehr.

Periodisch wechselnde, themenbezogene Inszenierungen machen das Loft zu einer Art Kreativ- und Lifestyle-Labor. Initiator Chris Glass schafft mit handverlesen Exponaten immer wieder neue Wohn-, Erlebnis-, Genuss- und Begegnungswelten. Im Rahmen der aktuellen Inszenierung rund ums Thema "Deutsch: Was ist das", wurde der stilsichere Globetrotter auf Rolf Benz aufmerksam, das seit Jahrzehnten deutsche Designgeschichte schreibt. Und so tragen in Glass' Apartment seit Kurzem auch ausgewählte Rolf Benz Möbel zur allgemeinen Wohlfühlatmosphäre bei.

Wir sprachen mit aptm-Initiator Chris Glass über sein Herzens-Projekt:

Wie sieht Ihr persönlicher Hintergrund aus, und was hat Sie nach Berlin verschlagen?

Aufgewachsen bin ich in einem Vorort von Atlanta, Georgia. Am Boston Conservatory habe ich Musiktheater studiert. Bevor ich 2001 nach München zog, habe ich in New York gelebt. Ich hatte eine Menge ganz unterschiedlicher Jobs: Ich führte ein Restaurant in Manhattan, habe in einem Schuhgeschäft gearbeitet, Erotikspielzeug verkauft, Kosmetika an Haustüren verscherbelt, auf Bühnen gesungen, kreative Communities und Netzwerke aufgebaut und bestimmt noch etwas vergessen. Aber immer ging es um das Zwischenmenschliche – eine Beziehung zu den Kunden aufzubauen ist das Entscheidende. 2009 zog ich von München nach Berlin. Meine Freundin Tatjana meinte, die Stadt böte viele interessante Möglichkeiten und somit genau das, was ich damals suchte. Kaum war der Umzug über die Bühne, stieg ich bei Soho House ein und eröffnete den ersten Member Club in Europa. 

Was mögen Sie an Berlin?

Berlin bietet jede Menge Chancen. Zum einen, weil die Stadt nicht überteuert ist. Zum anderen, weil sie ein Hotspot für Neues und Kurioses ist. Für kreative Menschen und für alle, die Kreativität lieben, ist das eine bestechende Kombination.

Sie sind ausgebildeter Musicaldarsteller. Was hat Sie dazu bewogen, „Interior Designer” zu werden?

Ich hatte schon immer ein Faible für Inneneinrichtung und Design. Als Kind habe ich mein Zimmer mindestens einmal im Monat umgeräumt. Heute kann ich stundenlang durch Wohnmagazine blättern, und vor dem Einschlafen zähle ich keine Schäfchen, sondern entwerfe Räume. Mein Stil wird stark beeinflusst durch Reisen und meine Vorliebe für klassisches Design sowie für die Geschichten, die unser Zuhause über uns erzählt. Auch beim Musical geht es ums Geschichtenerzählen, so schließt sich gewissermaßen der Kreis.

Wie und wann entstand die Idee, das aptm zu designen?

Ich habe das Glück, auf meinen Reisen sehr viele Leute, Orte und Dinge kennenzulernen. Mein Koffer war nie groß genug. Ich wollte einen Raum schaffen, wo ich meine Entdeckungen teilen kann. Das aptm ist ein Ort, an dem sich nicht nur Menschen begegnen, sondern auch Gegenstände, Ideen und Marken.

Welche Absicht verfolgten bzw. verfolgen Sie mit dem aptm?

Das aptm ist für mich eine sehr persönliche Ausdrucksform. Es gibt mir Raum für Erfahrungen und Experimente und die Möglichkeit, interessante Entdeckungen mit anderen zu teilen. Ich hoffe, dass die Menschen diesen Ort als Inspiration und als Bereicherung verstehen. Und vor allem Spaß haben.

Wie kam es zum Thema „deutsches Design“?

Ich lebe nun seit mehr als 16 Jahren in Deutschland und habe in dieser Zeit erfahren, dass hinter der Kultur und den Menschen hier so viel mehr steckt als die üblichen Klischees – eine interessante Mischung aus Steifheit und Lockerheit. Ich wollte kurz innehalten und alles mit anderen Augen betrachten und neue Erkenntnisse gewinnen. Und ich wollte beleuchten, wie sich das „Deutschsein“ in Kultur und Design zeigt. Zu der langen Tradition von Funktionalität und Handwerkskunst gesellt sich mittlerweile eine Szene von Ladeneinrichtern und Marken, die Neues auf derselben Basis wagen. Hierfür wollte ich eine Plattform bieten.

Chris Glass, Gründer aptm

„Das aptm ist für mich eine sehr persönliche Ausdrucksform. Es gibt mir Raum für Erfahrungen und Experimente und die Möglichkeit, interessante Entdeckungen mit anderen zu teilen. Ich hoffe, dass die Menschen diesen Ort als Inspiration und als Bereicherung verstehen. Und vor allem Spaß haben.“

Was hat Sie bei der Planung und beim Design der Einrichtung inspiriert?

Zum einen möchte ich eine Idee transportieren. In diesem Fall hieß das, eine überraschende Seite des deutschen Designs aufzuzeigen, indem ich seine Klarheit aufgriff, aber durch weichere Strukturen und Linien ergänzte. Zum anderen will ich bestimmte Meisterstücke und Designer integrieren und zum Orientierungspunkt machen. Mir lag zum Beispiel viel daran, Rolf Benz in einem neuen Kontext zu präsentieren. Und weil der Raum attraktiv sein und ein Gefühl von Harmonie vermitteln soll, ist es mir wichtig, dies alles in einer Art Zuhause zu vereinen. 

Was ist für Sie typisch deutsch?

Es gibt natürlich viele Klischees, was vermeintlich typisch deutsch ist – Präzision, Pünktlichkeit, Reserviertheit und so weiter. Aber ich habe auch eine Lockerheit sowie schrullige und gefühlsbetonte Seiten kennengelernt, die viele nicht als typisch deutsch bezeichnen würden. In bestimmten Gegenden hier im Land scheint die Zeit stillzustehen, während im Geschäftsleben vieles seiner Zeit voraus ist. Die Natur ist ein subtiler, aber allgegenwärtiger Aspekt in Deutschland. Die Brotzeit ist eine geniale Erfindung, der Sommer kein Sommer ohne ein frisches Weißbier, das Tatü Tata so nervtötend wie klassisch, und immer wieder erwische ich mich dabei zu warten, bis das Ampelmännchen auf grün springt, bevor ich die Straße überquere.

Warum haben Sie sich für NUVOLA aus der Rolf Benz Collection entschieden, und welche persönlichen Erfahrungen haben Sie bei Ihrem Besuch in Nagold mit der Marke Rolf Benz gemacht?

Ich wollte das Erbe von Rolf Benz würdigen und zugleich das Moderne der Marke herausstellen. Um mit Traditionen zu brechen, stellten wir die Anordnung von Sofa und Couchtischen auf den Kopf, indem wir die Sofas Rücken an Rücken anstatt einander gegenüber positionierten. Mit der klaren Linienführung und schlichten Form war Nuvola für uns ein ideales Erzählelement in unserer Geschichte, die Widerhall findet in der Vielseitigkeit – dank der verschiedenen Tiefen und Breiten der einzelnen Elemente. Die meiste Zeit hüpfe ich von Metropole zu Metropole, daher war das beschauliche Nagold eine sehr erfrischende Abwechslung. Am meisten haben mich die Menschen hier beeindruckt. JEDER war freundlich. Sie lächelten, suchten Augenkontakt, waren neugierig und offen … sie sagten ‘Mahlzeit’. Ich kam mir vor wie in einem Märchen. Einige von ihnen arbeiten seit vielen Jahren für das Unternehmen – und für sie ist das nicht nur ein Job, sondern ein wichtiger Teil ihres Lebens. Eine solche Leidenschaft und Hingabe sagt viel über ein Unternehmen aus.

Eine letzte Frage: Was wird Ihr neues Projekt sein?

Ich war letztes Jahr in Afrika, und abgesehen davon, dass für mich damit ein Traum in Erfüllung ging, hat die Reise meine Neugier auf afrikanisches Design geweckt. Wir sind also dabei, die entlegenen Orte dieser Welt zu erkunden, auf der Suche danach, was „Afrika” bedeuten mag. Aber bis dahin gibt es noch tausend andere Dinge zu tun, und wir sind immer gespannt darauf, was die Zukunft bringt.

A place to meet – a place to be

Rolf Benz ist mit der Nuvola sowie mit dem Beistelltisch Rolf Benz 984 und dem Barhocker Rolf Benz 650 noch bis Ende Juli 2018 in der Lindower Straße 18 zu sehen.

Kino, Kult und Kosslick – ein Gespräch mit "Mr. Berlinale"

Bärenjagd, die 68ste – Spot an für das größte Publikumsfilmfestival der Welt! Auch dieses Jahr bringt die Berlinale wieder eine Extraportion Glanz und Glamour in die Hauptstadt. Jeden Februar, wenn die Stars auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast um die Wette glitzern und zigtausende begeisterte Filmfans in die Kinosäle der Spree-Metropole strömen, verwandelt sich das winterlich-graue Berlin in ein cineastisches Eldorado von globaler Strahlkraft. 

Als „Official Supplier“ der Berlinale hat Rolf Benz mit seinem Interior-Team ausgewählte Festival-Locations stilgerecht aufgemöbelt. Zum Beispiel den Berlinale VIP-Club alias „Dieter Kosslicks Wohnzimmer“, wo der langjährige Festivaldirektor die Wettbewerbsteams im Vorfeld der Pressekonferenzen persönlich empfängt. 

Wir haben mit dem Berlinale-Chef über sein neues „Wohnzimmer“ und die wohltuende Wirkung hochwertigen Möbeldesigns gesprochen.

Ihre Tage während der Berlinale sind ja sehr stressig. An welchem Ort kommen Sie da mal zur Ruhe?

Im Berlinale VIP-Club, wo wir die Filmteams empfangen, geht es oft hektisch und aufgeregt zu. Ich habe dort ein kleines, abgetrenntes Büro mit einem Sofa. Dort setze ich mich hin und konzentriere mich auf die nächste Begegnung und den Gang zur Pressekonferenz. Aber auch im VIP-Club selbst legen wir großen Wert auf eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Schließlich sollen sich die Filmteams auch in hektischen Momenten bei uns wohl fühlen. Elegantes und hochwertiges Interieur kann dabei sehr hilfreich sein. 

Was passiert hier im Berlinale VIP-Club, auch genannt „Dieters Wohnzimmer“? 

Vom VIP-Club aus geht es zum Photo Call, wo sich die Talents und Regisseure den internationalen Fotografen präsentieren. Dann bitten wir unsere Gäste weiter zur Pressekonferenz. Die Journalisten haben den jeweiligen Film im Vorfeld bereits gesehen und stellen daher auch immer mal wieder die eine oder andere kritische Frage. Das sind für die Filmteams alles sehr aufregende und emotionale Momente. Umso wichtiger, dass sie im Berlinale VIP-Club bestmögliche Entspannung finden und bei einer schönen Tasse Kaffee durchatmen und das stilvolle Ambiente genießen können.

Welche Eigenschaften muss das „Berlinale-Wohnzimmer“ aus Ihrer Sicht erfüllen?

Auf der einen Seite muss das „Wohnzimmer“ einen einladenden Eindruck machen – getreu dem Motto: Herzlich willkommen in Berlin und bei der Berlinale. Die Möbel müssen funktional und bequem sein, aber auch internationales Flair verströmen. Unser neuer Festivalpartner Rolf Benz hat es geschafft, den Berlinale VIP-Club in diesem Jahr genau so zu gestalten.

Ursprünglich kommen Sie aus Pforzheim in Baden-Württemberg. Haben Sie eine besondere Verbindung zur Marke ROLF BENZ und den Möbeln „Made in Nagold“?

Rolf Benz war schon damals ein klingender Name – eine Schwarzwälder Erfolgsgeschichte. Für uns standen die Möbel von Rolf Benz immer für hohe Qualität, gutes Design und deutsche Handwerkskunst. Schön, dass das auch heute noch gilt.

Wie wohnen Sie selbst und haben Sie ein Lieblingsmöbelstück in Ihrem Zuhause?

Ich habe einige Vintage-Stühle, Designklassiker von Arne Jacobson und Egon Eiermann. Sie sind nicht nur funktional, sondern auch super bequem. Eigentlich genau wie die Möbel von Rolf Benz. 

Filmkunst trifft Designkultur

Auf der Berlinale werden vom 15. bis 25. Februar 2018 über 380 Filme aus aller Welt gezeigt. Rund zwanzig vorab ausgewählte nationale und internationale Beiträge haben Chancen auf den Goldenen und die Silbernen Bären. Die begehrten Trophäen genießen in der internationalen Filmbranche hohes Ansehen und gelten als harte Währung. Diesjähriger „Währungshüter“ ist kein Geringerer als Kult-Regisseur Tom Tykwer, der als Jury-Präsident für die Qualität des Wettbewerbs bürgt. 

Mit Rolf Benz als „Official Supplier“ der Berlinale spiegelt sich der hohe Qualitätsanspruch des renommierten Filmfestivals jetzt auch im Möbeldesign wider. Für filmreife Auftritte sorgen unter anderem die mit mehreren Designpreisen ausgezeichneten Sofaprogramme Rolf Benz TONDO und NUVOLA. Nur schade, dass man die gemütlichen Sofas nicht einfach mit ins Kino nehmen kann.