Bloggen mit Stil

Anika Pries hat ein Faible und ein Händchen für guten Stil – und liebt es, andere daran teilhaben zu lassen. Mit ihrem Interior- und Lifestyle-Blog STILREICH hat sich die 34-jährige Kommunikationsdesignerin in den letzten sechs Jahren in die Herzen ihrer treuen Leserinnen und Leser geschrieben, eine beachtliche Fan- und Follower-Community aufgebaut und so ihre Passion zur Profession gemacht. 

„Interior-Design und kreatives Arbeiten sind meine großen Leidenschaften im Leben“, sagt die stilbewusste Selfmade-Frau, die mit ihrem Ehemann und ihren beiden acht- und zehnjährigen Söhnen auf einem idyllischen Hofgut in Rheinhessen ihren (Wohn-)Traum lebt. „Es ist mein ganz persönlicher Stil, mit dem ich meine Leserinnen und Leser inspiriere. Ich berichte über mein Zuhause, neue Trends und alles, was mich selbst fasziniert und inspiriert“, beschreibt Anika ihr Erfolgsrezept.

Die stimmungsvollen Fotos auf ihrem Interior- und Lifestyle Blog verraten die Vorliebe der Autorin für schnörkelloses skandinavisches Wohlfühl-Design, das sich wie ein roter Faden durch alle Räume zieht. Leichtigkeit und Klarheit prägen das Bild. Weiß, Schwarz und Grautöne dominieren. Zur Auflockerung setzt Anika gekonnt hochwertige Wohntextilien in warmen Beigetönen als akzentuierende Eyecatcher ein. Und auch sonst gilt im Hause Pries die Devise „Weniger ist mehr“: „Ich lege großen Wert auf hübsche Einzelstücke und schenke ihnen den nötigen Raum, um wahrgenommen zu werden und angemessen wirken zu können“, erklärt Anika. 

Stilvolle Neuentdeckungen

Auf den Spuren neuer Trends und Styles hat die STILREICH-Autorin kürzlich ihre Liebe zu einem ganz besonderen Stöffchen entdeckt: „Samt ist einfach wunderbar, um schnell etwas Glamour und Gemütlichkeit in Räume zu zaubern“, verrät die Bloggerin begeistert. Und auch wenn die Sprache auf ihre neuen Esszimmermöbel kommt, gerät Anika ins Schwärmen: „Nach langer Suche haben wir endlich den idealen Esstisch für uns gefunden: der ovale Rolf Benz 965 in Eiche dunkel. Kombiniert mit den passenden Stühlen der Serie Rolf Benz 650 macht sich der Tisch perfekt vor unserer Natursteinwand im Essbereich. Die rustikale Wand und die stylishen Möbel bilden eine geniale Symbiose. Die neuen Möbelstücke passen optimal zu unserem Einrichtungsstil und schaffen einen perfekten Übergang zwischen Ess- und Wohnbereich. Sie sind stilvoll und funktional – und gehören längst zur Familie. Hier wird gegessen, geredet, gespielt und gearbeitet“, freut sich Anika.

Anika Pries, Stilreich

„Einfach mal den Mut zu neuen Formen haben. Ein Tisch muss nicht immer vier Ecken haben. Schöne Bilder schaffen eine stilvolle Atmosphäre. Eine Konsole bringt mehr Platz auf dem Tisch. Und last but not least: Ein hübscher Teppich erdet und lädt zum Verweilen ein.“

Auch in weniger großzügig geschnittenen Räumen macht der Esstisch Rolf Benz 965, der auch in runder Ausführung erhältlich ist, eine ausgezeichnete Figur. Die leicht anmutende Massivholzplatte und das filigran geästelte Untergestell sorgen dafür, dass sich der Tisch harmonisch in unterschiedlichste Wohnumfelder einfügt. In Verbindung mit der eleganten und ebenso anpassungsfähigen Stuhlfamilie Rolf Benz 650, die mit dem German Design Award 2017 ausgezeichnet wurde, ergibt sich ein rundum stimmiges Gesamtbild.

Wer sein Esszimmer ebenfalls verschönern möchte, dem rät die Bloggerin: „Einfach mal den Mut zu neuen Formen haben. Ein Tisch muss nicht immer vier Ecken haben. Schöne Bilder schaffen eine stilvolle Atmosphäre. Eine Konsole bringt mehr Platz auf dem Tisch. Und last but not least: Ein hübscher Teppich erdet und lädt zum Verweilen ein.“

Lust auf noch mehr Inspirationen rund um stilvolles Wohnen und Einrichten? Anikas STILREICH-Blog hat 24/7 geöffnet und ist immer einen Klick wert. 

Adieu Tristesse. Hello everybody!

Schluss mit den spaßbefreiten, seelenlosen Hotellobbys im austauschbaren Standarddesign! Immer mehr Häuser empfangen ihre Gäste mit einer einladenden Mischung aus lässigem Wohnzimmer-Flair und gemütlicher Kaffeehaus-Atmosphäre. Davon profitieren nicht nur die Hausgäste. Auch externe Besucher sind hochwillkommen.

Die einst oft steril und uninspiriert wirkenden Wartebereiche für ein- und auscheckende Übernachtungsgäste verwandeln sich mehr und mehr in lebendige Aufenthaltsoasen und angesagte Treffpunkte für verschiedenste Personengruppen. Die Transitzone wird zum Begegnungsraum: Reisende treffen auf Ortsansässige, Geschäftsleute auf Latte-Macchiato-Mütter und konzentriertes Coworking auf entspanntes Savoir-vivre. Kurz: Hier spielt das Leben. Und die Lounge-Musik.

Bestes Beispiel für die neue Lässig- und Durchlässigkeit ist die 25hours hotel-Gruppe, die mit inzwischen neun Design-Hotels in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Wien und Zürich immer wieder Maßstäbe setzt. Nicht nur Bett und Bad werden den Gästen geboten. Es locken authentische Erlebniswelten. Immer anders. Immer außergewöhnlich. Immer einzigartig. Für den Berliner Designer Werner Aisslinger das Konzept der Zukunft.

Werner Aisslinger

„Hotels werden wieder zu dem, was sie vor hundert Jahren einmal waren: zu Treffpunkten, die auch von den Einheimischen als anregender Ort für Feste, Cafébesuche und andere Begegnungen genutzt werden“

Lobbyismus in seiner schönsten Form

Wie Hotel heute geht, führt auch das jüngste Haus der Gruppe wieder eindrucksvoll vor Augen. Das 25hours hotel langstrasse ist bereits das zweite 25hours hotel in Zürich und bildet die Nahtstelle zwischen dem umtriebigen Rotlichtviertel mit seiner jungen Kunst- und Ausgehszene und dem Geschäftsviertel Europaallee. Ein Melting Pot par excellence. Entsprechend unkonventionell und farbenfroh präsentiert sich auch das Interieur.

Die gleichermaßen einladend und elegant wirkenden Sofas bilden die solide Grundlage der rundum entspannten Wohlfühlatmosphäre. Zusammen mit Rolf Benz hat Designer Werner Aisslinger die Polstermöbelserie „Bench“ speziell für die Übergangsbereiche Lobby, Café und Bar realisiert. Man kann darin sitzen und arbeiten, aber auch ausgezeichnet relaxen.

Inspirieren ließ sich Aisslinger von den Leder-Turnmatten der 1970er. Wie die edel gealterten Turnmatten von einst sind die Sitz- und Rückenteile von Bench mit einem robusten braunen Leder bezogen. Sie ruhen auf einem leichten Metallrahmen und kommen sowohl in der Lobby als auch im Gastrobereich in zwei Größen zum Einsatz.

„Hotels werden wieder zu dem, was sie vor hundert Jahren einmal waren: zu Treffpunkten, die auch von den Einheimischen als anregender Ort für Feste, Cafébesuche und andere Begegnungen genutzt werden“, meint Werner Aisslinger. Wie recht er doch hat.

Design-News aus New York

Sehnsuchtsort, Inspirationsquelle, Trendfabrik, Kreativ-Hotspot – New York City ist so ziemlich alles, nur niemals langweilig. 18.000 Restaurants, 1.100 Parks, Plätze und öffentliche Anlagen, 100 Museen, 400 Galerien und ebenso viele Theater bieten reichlich Abwechslung und allerhand Impulse für neue synaptische Verknüpfungen. In der umtriebigen 8-Millionen-Metropole am Hudson River spielt das pralle Leben. Die bevölkerungsreichste Stadt der USA ist ein unerschöpfliches Biotop wegweisender Ideen. Ideen, die die Welt verändern. Und das Wohnen. Die gewaltige Schaffenskraft, die den Big Apple auch zum Big Player in Sachen Design macht, sorgte bei den Besuchern der WantedDesign auch dieses Jahr wieder für Begeisterung.

Die Messe wurde 2011 von Odile Hainaut und Claire Pijoulat ins Leben gerufen, um die internationale Designszene in der weltoffenen Mega-Metropole zu versammeln. Mission geglückt: Die Veranstaltung erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit und bildet eine attraktive Plattform für Designer, Hersteller, Händler, Handwerker, Studenten und Designliebhaber aus aller Welt. Schauplätze des illustren Get-togethers sind die historischen Gemäuer der „Terminal Stores“ in Manhattan und seit 2015 auch die „Industry City“ im Sunset Park von Brooklyn.

Rolf Benz war in diesem Jahr erstmals mit von der Partie und bewies, dass Weltklasse-Design auch jenseits des großen Teichs ein Zuhause hat. 

Take a seat and feel the beat of the street

Ein Streifzug durch die Straßen New Yorks ist großes Kino am laufenden Meter. An jeder Ecke warten neue, bemerkenswerte Entdeckungen. Wer die Stadt zu kennen glaubt, wird meist schon an der nächsten Straßenecke eines Besseren belehrt. Einer, der das facettenreiche Street Life einzufangen weiß wie kaum ein anderer, ist Wataru „Bob“ Shimasato. Der im japanischen Nagano geborene Fotograf, der nebenher auch als Model für bekannte Modelabels wie Diesel oder Uniqlo arbeitet, lebt seit 2009 in den Staaten. 2010 entdeckte er seine Liebe für die Street Style Photography, die ihn bis heute nicht losgelassen hat.

Wir baten die Stilikone mit der markanten Langhaarfrisur zusammen mit unserem Stuhl Rolf Benz 650 raus auf die Straßen und Plätze der Stadt zu gehen und genau das zu tun, was Wataru sowieso am allerliebsten macht: fotografieren. Schnell war klar, dass Fotograf und Fotomotiv perfekt harmonieren. Fast schon symbolisch dafür: Das Design des Stuhls ist von zwei ineinandergreifenden Händen inspiriert. Damit sorgen die formschönen Holzschalen selbst im größten Großstadttrubel jederzeit für erstklassigen Sitzkomfort.

New York ist eine einzige große Shooting-Location – und damit der ideale Schauplatz für die Inszenierung des mit dem „German Design Award 2017“ ausgezeichneten Stuhls. Unser Fototrip startete, of course, am Broadway mit seinen zahllosen Yellow Cabs. Es folgten viele weitere spektakuläre Kulissen. Etwa der High Line Park, eine auf einer ehemaligen Hochbahntrasse angelegte Grünanlage mit himmlischen Stadtansichten. Auch in Manhattans legendärem Szeneviertel SoHo betätigte unser Starfotograf mehrfach den Auslöser seiner Kamera. Ebenso im angesagten Meatpacking District mit seinen alten Industriebauten aus Klinkersteinen. Der Brooklyn Bridge Park, der die Manhattan Bridge und die Brooklyn Bridge unterquert, bot einen fantastischen Blick auf Manhattans Skyline. Und last but not least: Dumbo – das Wohnviertel in Brooklyn, das sich unter der Manhattan-Bridge-Überführung befindet und von den mächtigen Brücken und Auffahrtsrampen geprägt ist.

Ergebnis unserer außergewöhnlichen Fotoreise quer durch den Big Apple: Momentaufnahmen von lässiger Eleganz und zeitloser Schönheit. New York, New York, wir kommen wieder! Und unser vierbeiniger Hauptdarsteller? Bleibt dort und kann im Rolf Benz Flagship Store „BY STUDIOANIS“ in der Greene Street live und hautnah besichtigt werden. Apropos: Wann besuchen Sie New York?

Salone del Mobile Milano
Miniatur auf City-Tour

Auch dieses Jahr war die Mailänder Möbelmesse wieder ein Magnet für Hunderttausende Möbelfans und Designliebhaber aus aller Welt – und damit die ideale Plattform für unsere neueste Kreation: Rolf Benz ALMA. Die von Beck Design entworfene Loungemöbel-Serie vermittelt ein fast schwereloses Sitzgefühl und sorgt dank puristischem Design und filigraner Füße auch rein optisch für luftige Leichtigkeit.

Damit Rolf Benz ALMA auch außerhalb der Messehallen des legendären Salone del Mobile die verdiente Beachtung fand, haben wir uns einen kleinen Kniff einfallen lassen: Mit einem detailgetreu nachgebildeten Rolf Benz ALMA Miniaturmodell im Maßstab 1:10 begaben wir uns auf die Suche nach den schönsten Foto-Locations der lombardischen Millionenmetropole. Und wurden fündig.

Erster Fotostopp: Fontana di Piazza Castello. Der malerische Brunnen im Nordwesten der Altstadt befindet sich direkt vor dem Haupteingang des altehrwürdigen Castello Sforzesco und lädt Jung und Alt zum entspannten Verweilen ein. Unsere ALMA Sitzgarnitur im praktischen Handtaschenformat war im Nu aufgestellt, avancierte binnen Minuten zum begehrten Fotomotiv und stahl dem hübschen Wasserspiel die Show. Selbst das mächtige Kastell, das ab 1450 auf den Ruinen der Burg von Familie Visconti erbaut wurde, geriet darüber fast zur Nebensache.

Nächste Station: Largo Maria Callas – ein idyllisches Plätzchen mit netten Geschäften in der Nähe des Kastells, das der berühmten Sopranistin und Namensgeberin alle Ehre macht. Auch hier hat unser charmantes Mini-Modell die Herzen und die Aufmerksamkeit der Passanten im Sturm erobert.

Weiter ging es zur Casa Feltrinelli Porta Volta. Das Multifunktionsgebäude der Stiftung Giangiacomo Feltrinelli beherbergt eine Bibliothek, eine Buchhandlung, ein Café sowie Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Büroräume und ist mit den spektakulären Glasfronten ein echter Hingucker. Das eindrucksvolle Bauwerk wurde vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen, das zuletzt mit der Elbphilharmonie für weltweites Aufsehen sorgte. 

Apropos Aufsehen: Vor der imposanten Kulisse des Mailänder Doms – flächenmäßig der drittgrößte Kirchenbau der Welt – war die Begeisterung für unsere „kleine ALMA“ derart groß, dass einige Motivjäger sich für das perfekte Foto sogar auf den Boden knieten. Wir halten fest: Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die die größte Begeisterung entfachen. Auch am Rande der wichtigsten Möbelmesse der Welt.

Sitting in Cologne
Hinsetzen. Durchatmen. Auftanken.

Hallo 2017, kennen wir uns? Kaum hat das neue Jahr begonnen, schwillt die To-do-Liste auch schon wieder an und droht unser Gehirn mit Stresshormonen zu überfluten. Neue Aufgaben, Vorsätze und Projekte verbinden sich mit Aufgeschobenem und Unerledigtem aus dem Vorjahr. Und eh wir uns versehen, sind wir – schwupp – wieder mittendrin im Hamsterrad unseres schnelllebigen Alltags.

Stopp! Höchste Zeit, einen Kontrapunkt gegen den Alltagsstress zu setzen. Zum Beispiel mit einem Städtetrip, der den Horizont erweitert, neue Perspektiven eröffnet und uns wieder näher zu uns selbst bringt. Nehmen wir uns die Zeit und sammeln ganz entspannt neue Eindrücke. Zum Beispiel in Köln. Die Domstadt am Rhein steht wie keine zweite deutsche Großstadt für Frohsinn und Gelassenheit. Wie heißt es doch so schön in Artikel 2 des „Rheinischen Grundgesetzes“: „Et kütt wie et kütt.“ (Es kommt, wie es kommt.)

Wir haben die Rheinmetropole im Rahmen der internationalen Einrichtungsmesse IMM Cologne 2017 besucht und uns bei dieser Gelegenheit nach den besten öffentlichen Hotspots zum Runterkommen umgesehen. Wir verraten Ihnen, wo man in der Hauptstadt des Frohsinns – außerhalb der Messehalle mit den neuesten Rolf Benz Sitzmöbeln – sonst noch entspannt sitzen oder abschalten kann. Nehmen Sie Platz, halten Sie inne, hören Sie in sich hinein und genießen Sie das besondere Flair der lässigen Millionenstadt. So wie die Albertus-Magnus-Statue vor dem Hauptgebäude der Universität Köln.

Sitzplätze für die Seele

Was wäre Köln ohne sein Wahrzeichen, den Kölner Dom? Schlicht und ergreifend unvorstellbar. Kein Wunder, dass die Treppen vor dem imposanten Bauwerk so beliebt sind und von Touristen und Einheimischen bevorzugt als Sitzgelegenheit genutzt werden. Am Fuße der berühmten UNESCO-Weltkulturerbestätte lässt sich das bunte Treiben rund um den Hauptbahnhof schließlich am besten beobachten. Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet innerhalb des Doms die Möglichkeit zur inneren Einkehr – oder im Domforum, dem Besucherzentrum des Kölner Doms, das neben einem breiten Informations-, Vortrags- und Veranstaltungsangebot auch Raum für Besinnung und Meditation bietet.

Auch die Grabeskirche St. Bartholomäus in Köln-Ehrenfeld eignet sich bestens, um dem hektischen Treiben ein Schnippchen zu schlagen und für einige Momente in Stille zu verweilen.

Besonders relaxt geht es am neuen Rheinboulevard zu. Die 500 Meter breite Freitreppe gewährt einen grandiosen Blick auf den Dom und die Kölner Altstadt – und erfüllt an warmen Tagen alle Voraussetzungen für ein entspanntes Sitzvergnügen bis in die späten Abendstunden.

Erhebende Aussichten bietet der Kölntriangle, das mit über 103 Metern zweithöchste Hochhaus im rechtsrheinischen Teil Kölns. Mit seiner großzügigen Aussichtsplattform eröffnet das Gebäude einen spektakulären Rundumblick auf den Dom, die Stadt und das Umland. Apropos Aussicht: Den Blick und die Gedanken schweifen lassen – das gelingt auch wunderbar im historischen Aussichtsrestaurant „Bastei“, das sich direkt am Rheinufer befindet und für festliche Anlässe gemietet werden kann.

Wer bei einer guten Tasse Kaffee immer noch am besten entspannen kann, sollte unbedingt in der Van Dyck Rösterei und Espressobar Platz nehmen, die 2012 mit dem internationalen Architekturpreis „AIT-Award“ ausgezeichnet wurde. Und bevor der Städtetrip auch noch zur To-do-Liste mutiert, hören wir jetzt besser auf und genießen unseren duftenden Espresso. In aller Ruhe.

DESIGNERS’ SATURDAY
Kreatives Gipfeltreffen

Grüezi in der Designmetropole Langenthal! Alle zwei Jahre verwandelt sich die 15.000-Seelen-Gemeinde im Schweizer Kanton Bern für ein Novemberwochenende in einen Kreativ-Hotspot für wegweisendes Produktdesign und Treffpunkt der internationalen Design-Szene. Am 5. und 6. November 2016 war es wieder so weit. Die mittlerweile 16. Ausgabe des Designers’ Saturday rief zum Gipfeltreffen und mehr als 15.000 designaffine Besucher kamen, sahen und erlebten außergewöhnliche Inszenierungen von 70 renommierten Ausstellern. 

Dass der Designers’ Saturday, der 1987 von führenden Schweizer Designunternehmen ins Leben gerufen wurde, anders ist als andere Leistungsschauen, zeigt sich schon am Ausstellungskonzept. Schauplatz ist nicht etwa das sterile Umfeld einer multifunktionalen Messehalle, sondern die authentische Produktionsumgebung der ansässigen Designindustrie. Ausgestellt wird genau dort, wo Tag für Tag gut gemachtes Alltagsdesign entsteht. Etwa in der Produktionshalle der Holzmanufaktur Hector Egger, einem von insgesamt sechs Ausstellungsorten in Langenthal. Hier feierte Rolf Benz mit einem bemerkenswerten Markenauftritt Premiere auf dem 16. Designers’ Saturday. 

Das Labyrinth von Langenthal

Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung des Premiumherstellers aus dem Schwarzwald war das Leitmotiv „Labyrinth“. Den Ausstellungsbesuchern bot sich eine abwechslungsreiche Entdeckungstour durch eine 50 Quadratmeter große Holzbox. Der labyrinthartig angelegte Weg – Sackgassen inklusive – führte vorbei an unterschiedlichen Farbzonen, Zeichnungen, Spiegelungen, Schriftzügen und Entdeckernischen mit visionären Möbelstücken von Rolf Benz. Dabei wurden gezielt Exponate gezeigt, die Massivholz auf handwerklich meisterhafte Art neu interpretieren und so wiederrum eine Brücke zum Ausstellungsort schlagen. Etwa der Sessel 580 und die Bank 944, die beide von der Origami-Kunst inspiriert sind, sowie der Dining-Tisch 965 aus Massivholz, der mit unerwarteter Leichtigkeit überrascht. Im Mittelpunkt des Labyrinths – der sogenannten „Grünen Zone“ – konnten die Besucher auf der dort platzierten Bank eine Verschnaufpause einlegen, die Umgebung auf sich wirken lassen und per Fotobox ein Erinnerungs-Selfie machen. 

Die auf dem Designers’ Saturday präsentierten Produkte aus der Rolf Benz Kollektion stammen vom Münchner Designstudio „formstelle“, das sich durch fundiertes Schreinerwissen auszeichnet und im Zusammenspiel mit der Handwerks- und Polsterkunst der Marke Rolf Benz immer wieder für branchenweites Aufsehen sorgt. „Als Aussteller auf dem Designers’ Saturday konnten wir den Besuchern eindrucksvoll vor Augen führen, dass wir nicht „nur“ erstklassige Sofas machen, sondern Einrichtungsdesign auf höchstem Niveau schaffen. In Langenthal haben wir ganz bewusst Entwürfe vorgestellt, die durch ihre wegweisende Optik weit über die Gegenwart hinausreichen“, so Jürgen Mauß, Vorstandsvorsitzender der Rolf Benz AG.

In Langenthal ist inzwischen Ruhe eingekehrt. Bis zum nächsten Designers’ Saturday im November 2018 ist die charmante Kleinstadt vorerst wieder eine ganz normale Gemeinde im Schweizer Mittelland.

Sitting in Milan

Willkommen in Mailand! Die weltbekannte und bedeutende Messe „Salone del Mobile“, auf welcher wir in Halle 5 neben den renommiertesten, italienischen Möbelunternehmen unsere Produktneuheiten präsentierten, hat uns in diese wunderbare Stadt geführt und unser Herz gestohlen. Während unserer Zeit in der italienischen Metropole haben wir uns passend zum Thema auf die Suche nach den schönsten Orten zum Sitzen begeben und wurden nicht enttäuscht!

Nicht nur bekannte Monumente in der Stadt selbst, wie die Skulptur des bedeutenden Journalisten Indro Montanelli im Park Giardini Pubblici, oder das Treppen-Monument des Künstlers Aldo Rossi in der Via Croce Rossa, laden zum Sitzen ein. Auch das Museum „Fondazione Prada“ verführt mit einer atemberaubenden Architektur dazu, sich mit einem Cappuccino in den Hof zurückzuziehen und den Mittag ausklingen zu lassen. Im Inneren des Museums hingegen gilt unser volles Augenmerk dem sitzenden und sprechenden Roboter aus der aktuellen Ausstellung von Goshka Macuga: „To the son of man who ate the scroll“, der in einem Monolog bahnbrechende Reden hält. 

Der bekannte Treppenabgang zu den Waschräumen der Café-Bar „Luce“ im Fondazione Prada wurde von Regisseur Wes Anderson entworfen und führt zu einem Ort, an welchem sicher jeder von uns mal eine Minute sitzt. Zum Sitzen lud uns auch die 1030 erbaute Kirche San Sepolcro ein. Stillschweigend lauschten wir der Botschaft des historischen Gebäudes.

Über den Dächern der Stadt kommt das Sitzen ebenfalls nicht zu kurz. Das Restaurant Ceresio 7 beeindruckt nicht nur mit einer fantastischen Aussicht, sondern bietet seinen Gästen neben kulinarischen Highlights aus der Küche auch direkt zwei Rooftop-Pools, die eine grandiose Szenerie bilden.

Auf unserer Heimreise machten wir einen kurzen Abstecher ins regnerische Lugano, um in malerischer Idylle unseren neuen Stuhl Rolf Benz 650 in Szene zu setzen. 

Partnerschaftlicher Bezug

Tradition, Stil und 100% „Made in Germany“ – nach Gemeinsamkeiten von Rolf Benz und rohi muss man nicht lange suchen. Die beiden Unternehmen arbeiten seit mittlerweile vier Jahrzehnten zusammen. Warum sie sich gut ergänzen, lässt sich leicht erklären: Gute Polster brauchen nun einmal Bezüge, die ihnen in Langlebigkeit und Eleganz ebenbürtig sind.

Die Webmanufaktur rohi existiert seit über 80 Jahren, heute wird das Familienunternehmen in dritter Generation geleitet. Die Oberbayern entwickeln, designen und produzieren hochwertige Wollstoffe für international Premium-Möbelhersteller wie Rolf Benz. Aber nicht nur: Auch führende Fluglinien sowie Opernhäuser und Theater verlassen sich auf das Know-how der Stoffexperten. Sich immer wieder neu erfinden, trotzdem seinem Charakter treu bleiben und damit auch noch erfolgreich sein – manchen gelingt das tatsächlich. rohi und Rolf Benz gehören dazu.

Katrin Hielle-Dahm

„Bei den neuen Kreationen erreichen wir das durch eine plastische, reliefartige Optik, die gleichzeitig voluminös und weich erscheint.“

INTERVIEW MIT KATRIN HIELLE-DAHM, GESCHÄFTSFÜHRENDE GESELLSCHAFTERIN UND HEAD OF THE ROHI DESIGN TEAM

Sie entwerfen und produzieren hochwertige Stoffe für Rolf Benz, zuletzt für das Sofa Rolf Benz TIRA und den Sessel Rolf Benz 580, die auf der Mailänder Möbelmesse 2015 präsentiert wurden. Was macht Ihre aktuellen Stoffe aus, was ist besonders?

Wir legen bei allen Stoffen Wert darauf, dass sie Charakter haben, Persönlichkeit. Bei den neuen Kreationen erreichen wir das durch eine plastische, reliefartige Optik, die gleichzeitig voluminös und weich erscheint. Das Aussehen changiert je nach Lichtfall zwischen matt und glänzend – das macht die Stoffe lebendig. Die neue Farbpalette ist vielfältig und umfasst weiche Naturtöne, wohnlich-warme Farben und spannende Kontraste. Eine Sache gehört bei allen unseren Stoffen zur Grundvoraussetzung: Sie müssen pflegeleicht und strapazierfähig sein.

Wo holen Sie sich Inspiration, wenn Sie neue Stoffe entwickeln?

Ganz wichtig für Inspiration und Kreativität ist Austausch. Unser Design-Team reist viel um die Welt, besucht internationale Messen, diskutiert weltweit mit Kollegen, versucht immer am Puls der Zeit zu sein. Gleichzeitig arbeiten Design und Vertrieb bei uns eng zusammen und geben die Impulse von draußen intern weiter.

Welche Farben sind 2016 angesagt?

Leise, fein abgestufte Naturtöne vermitteln Ruhe und ein Gefühl des Angekommenseins – das ist im Wohnbereich weiterhin beliebt. Tiefe, satte Töne, beispielsweise Nachtblau, verleihen dem Interieur Stil und Eleganz. Daneben setzen sich aber auch leuchtend-intensive, fast schon grelle Farben durch, die ihre Vorbilder in der Natur haben. rohi verarbeitet diese Kontraste gern innerhalb einer Stoffstruktur. So wird zum Beispiel ein leiser Farbton mit einem leuchtenden Korall-Pink-Orange kombiniert.

Samt reloaded

Schluss mit dem finsteren Mittelalter! Stattdessen: Zurück zu den Idealen der Antike und den Blick auf die hellen, schönen Dinge gerichtet – dafür steht die Renaissance (franz.: Wiedergeburt), die ab dem 14. Jahrhundert in Europa Einzug hielt. Es ist kein Zufall, dass Samt ausgerechnet in dieser Epoche entstand. Ein edler, glänzender Stoff, der die Blicke einfängt, der angefasst werden möchte und mit jeder Berührung ein Wohlgefühl auf die Haut zaubert.

Die großen Städte Oberitaliens bildeten das Zentrum der europäischen Samtherstellung. Es war ein Verdienst der industriellen Revolution, dass der edle Stoff, der damals übrigens ausschließlich aus Seide gefertigt, endlich einem breiteren Publikum zugänglich wurde. Hochwertiger Samt wird heute meist aus Baumwolle hergestellt. Qualitätsmöbelhersteller wie Rolf Benz schätzen den nachwachsenden Rohstoff sowohl für seine Nachhaltigkeit als auch für seine Natürlichkeit. Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich feinste Baumwollqualität aus dem Samt-Geburtsland Italien.

In früheren Zeiten war Pomp Programm. Kostbarer Samt galt als Ausdruck aristokratischer Erhabenheit und war Klerus und Adel vorbehalten. Understatement? Fehlanzeige! Ob Kleidung oder Interieur – Samt musste es sein. Möglichst viel davon. Es folgten Zeiten, in denen Samt „out“ war. Zu prunkvoll, zu prätentiös. Dieses Vorurteil begleitete das feine Gewebe auch in den vergangenen Jahrzehnten. Doch jetzt erobert Samt seinen Platz in unseren Wohnzimmern zurück. Mit neuem Look und trotzdem luxuriös und sinnlich. Eine Stil-Offensive auf samtenen Pfoten, begleitet von einem klaren und schnörkellosen Design.

Andreas Lechner, Director Marketing ROLF BENZ

„Die sachliche Strenge und Reduziertheit der Form, die Klarheit, Echtheit und Wahrhaftigkeit der anderen Materialien verbindet sich mit dem luxuriösen Bezugsmaterial zu einer sinnlichen Gesamtschöpfung.“

FARBE BEKENNEN

Samt umgibt eine besondere Aura, er ist einzigartig. Und er sagt etwas über seinen Besitzer aus: dass er Geschmack hat und das Außergewöhnliche schätzt. Sein Revival erlebt der Stoff mit neuer Optik, in frischen Nuancen. Elegant präsentieren sich dezente Naturtöne wie Beige oder Braun. Kräftigeres dunkles Rot oder Orange gibt einem Möbelstück eine sinnliche Anmutung. Und Grüntöne – insbesondere in dunkleren oder schlammigeren Nuancen – versprühen einen einladend lässigen Vintage-Look. Viele Boutique-Hotels und internationale Interieur-Stylisten schwören derzeit darauf.
Wir empfehlen: Greifen Sie einfach zu Ihrer Lieblingsfarbe! Schließlich geht es im eigenen Zuhause nur um das Eine: Wohlfühlen.

SAMT TRIFFT UNDERSTATEMENT

Dass Samt schnell überladen wirken kann, zeigt sich besonders in der Verbindung mit barocken Möbelformen. Heute zählt Authentizität, und diese erreicht man mit einem sachlichen Design und klaren Proportionen. Wer das sinnlich-luxuriöse Bezugsmaterial mit wenigen ausgesuchten Werkstoffen wie Holz oder Metall kombiniert, erzielt eine elegant und zugleich leicht wirkende Materialsymbiose. Typisches Merkmal von Samtbezügen ist ihre changierende Oberfläche, die für eine lebendige Optik sorgt – Kenner sprechen vom Sitzspiegel. Ganz im Sinne des Betrachters: Je nach Lichteinfall erscheint die Farbe nuanciert heller oder dunkler.

Große, alte Ideale kombiniert mit den Möglichkeiten einer neuen Zeit – die Samt-Renaissance hat längst begonnen. Die norditalienischen Weber der frühen Neuzeit wären begeistert.

Den neue Baumwoll-Samtstoff in der Rolf Benz Bezugskollektion gibt es in 8 wunderschönen, von der Natur inspirierten Farben (Bezugs-Nummern: 18.220-18.227).