BERLINER LOFT IM STILWERK
WILLKOMMEN IM NEUEN ROLF BENZ HAUS

Seit 1999 ist die Kantstraße 17 im Berliner Bezirk Charlottenburg die Premium-Adresse für exklusiven Einrichtungsbedarf, erlesene Design-Produkte und hochwertige Lifestyle-Artikel. Mit über 40 Shops präsentiert sich das in direkter Nachbarschaft zum Ku’damm gelegene stilwerk einem anspruchsvollen und designaffinen Publikum. Das ROLF BENZ HAUS ist von Anfang an dabei und seit jeher ein Besuchermagnet. Erst kürzlich wurde der Store aufwendig renoviert. Ein Gespräch mit dem langjährigen Geschäftsleiter und erfahrenen Einrichtungsexperten Alexandros Chomatopoulos.

Herr Chomatopoulos, Sie und Ihr Team haben bewegte Wochen hinter sich. Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis der Umbaumaßnahmen im ROLF BENZ HAUS Berlin?

Ja, sehr. Der Umbau hat sich absolut gelohnt. Wir haben allerhand verändert. Man könnte fast sagen, dass wir unser Geschäft nahezu komplett auf links gedreht haben. Es gibt jetzt viel weniger Abtrennungen zwischen den einzelnen Wohnszenarien. Und die, die übrig geblieben sind, haben wir ganz bewusst sehr dezent gestaltet. Dadurch wirkt jetzt alles viel weiter, offener und großzügiger. Der Loft-Charakter unseres Geschäfts kommt so deutlich stärker zur Geltung. Ein echter Gewinn für unsere Möbel. Ich muss sagen, mir gefällt der neue Look wirklich sehr gut.

Und wie kommt die Neugestaltung bei Ihren Kunden an?

Die ersten Kundenreaktionen sind ausnahmslos positiv. Der Umbau erfolgte ja bei laufendem Geschäftsbetrieb. Zwei Wochen lang haben wir intensiv an der neuen Ladenoptik gearbeitet – inspiriert vom internationalen ROLF BENZ Store-Konzept. Die Kunden haben sich von den Umbaumaßnahmen nicht sonderlich stören lassen. Im Gegenteil: Ich hatte manchmal den Eindruck, dass viele den Farbroller am liebsten selbst in die Hand genommen und mitgeholfen hätten. Viele Kunden waren ausgesprochen interessiert und wollten ganz genau wissen, was da gerade vor sich geht. Ganz vereinzelt gab es die Befürchtung, wir könnten schließen. Diese Fehleinschätzung konnten wir dann aber zum Glück immer schnell ausräumen. Wir sind jetzt seit mittlerweile 21 Jahren als ROLF BENZ HAUS im stilwerk Berlin ansässig – und damit quasi das internationale Aushängeschild der Marke ROLF BENZ in der Bundeshauptstadt. Und das wird auch in Zukunft so bleiben. Mit dem einzigen Unterschied, dass wir für unsere Kunden durch den Umbau jetzt noch attraktiver geworden sind.

ROLF BENZ zählt seit über 50 Jahren zu den Wegbereitern deutscher Designkultur. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

„Made in Germany“ ist für viele Kunden nach wie vor ein ganz wichtiges Argument. Auch der Schwarzwald-Hintergrund kommt, glaube ich, immer sehr gut an. Am allerwichtigsten ist aber sicherlich die außergewöhnlich gute Qualität, die die Firma ROLF BENZ seit Jahrzehnten zuverlässig liefert. Dazu ein kleines Beispiel: Bei uns kommen immer wieder mal Kunden an, die sich vor 15 oder 20 Jahren ein ROLF BENZ Sofa gekauft haben. Die Möbel sind nach wie vor top in Schuss und müssen nicht mal aufgepolstert werden. Unsere Kunden wünschen sich lediglich einen neuen Bezug. Das Sofa funktioniert ja schließlich noch tadellos. Selbst nach so vielen Jahren. Damit passt ROLF BENZ doch perfekt in eine Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. Vor diesem Hintergrund ist natürlich auch das zeitlose ROLF BENZ Design ein entscheidender Erfolgsaspekt. Nicht zu vergessen die erstklassige Funktionalität. Dabei sind Sofas von ROLF BENZ niemals „Sitzmaschinen“, sondern immer zeitlos elegant.

Das ROLF BENZ Sortiment bietet inzwischen ja eine riesige Produktauswahl für unterschiedlichste Wohnstile: loungige Wohnlandschaften zum Relaxen, kubische Sofa-Klassiker, flexible Multifunktionsmöbel – und sogar Stühle, Esstische, Betten und Accessoires. Gibt es aus Ihrer Sicht eigentlich den typischen ROLF BENZ Kunden?

Nach meiner Erfahrung eher nicht. Früher war das vielleicht mal so. Da waren es oft die älteren Semester, die sich hochwertige ROLF BENZ Möbel ins Wohnzimmer geholt haben. Heute kann man das so pauschal nicht mehr sagen. Aus meiner Sicht spricht ROLF BENZ mit seinem vielseitigen Angebot inzwischen breitere Käuferschichten und unterschiedliche Altersklassen an. Natürlich greift man auch bei ROLF BENZ gewisse Trends auf. Aber die Möbel sind dabei niemals übertrieben trendy. In jedem Möbelstück bleibt die Handschrift von ROLF BENZ immer klar erkennbar. Typisch für ROLF BENZ Kunden ist aber auf jeden Fall der hohe Qualitäts- und Design-Anspruch. Und gerade dieses Publikum ist hier im stilwerk Berlin natürlich besonders stark vertreten. 

Haben Sie eigentlich ein persönliches Lieblingsprodukt, Herr Chomatopoulos?

Da muss ich kurz nachdenken. Es gibt da ja inzwischen so wahnsinnig viele tolle Produkte.

Aber wenn Sie mich nach meinem aktuellen Liebling fragen, dann ist das ganz klar das Sofasystem ROLF BENZ LIV vom italienischen Designer Luca Nichetto. Das ist wirklich ganz große Klasse. Internationales Design auf allerhöchstem Niveau. Und dabei nicht nur wahnsinnig elegant, sondern auch unglaublich flexibel einsetzbar. Da komme ich richtig ins Schwärmen.

Wie würden Sie Ihren persönlichen Wohnstil beschreiben?

In meinem Wohnzimmer steht ein Schreibtisch, ein Medienmöbel, ein Sofa und ein Schrank. That’s it. Ich finde weniger ist mehr. Das klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber das ist mir wirklich sehr wichtig und trifft es wohl am besten. Was ich überhaupt nicht brauche, ist eine total vollgestellte Wohnung. Ich bevorzuge einzelne Möbelstücke von hoher Qualität, die mir hundertprozentig gefallen. Da verzichte ich dann auch gerne mal auf den dritten Beistelltisch oder die vierte Leuchte und hab dann lieber genau die Sachen in meiner Nähe, die ich auch wirklich längerfristig um mich haben will.

Vielen Dank für das inspirierende Gespräch, Herr Chomatopoulos. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Team weiterhin viel Spaß und Erfolg im neu gestalteten ROLF BENZ HAUS Berlin. 

Bilder: Sandro Jödicke | whitedesk

STUMMER DIENER, STARKES DESIGN

Manche Dinge sind schön. Manche Dinge sind praktisch. Und manche Dinge sind beides: schön und ganz schön praktisch. Der stumme Diener Rolf Benz 908 zählt klar zur letztgenannten Kategorie. Er dient wahlweise als Ankleide-, Garderoben-, Tuch- oder Taschenassistent, wirkt in jeder ihm anvertrauten Rolle ausnehmend elegant und könnte ohne weiteres auch als skulpturales Kunstwerk reüssieren. Das adrette Multitalent basiert auf einem Entwurf des Kölner Designstudios kaschkasch, das 2011 von Florian Kallus und Sebastian Schneider gegründet wurde. Wir sprachen mit den beiden ausgebildeten Tischlern und studierten Produktdesignern über ihre Arbeit, ihre Liebe zum Handwerk und die Zukunft des Wohnens.  

Hallo Florian, hallo Sebastian. Erzählt uns doch mal, wie es zur Kooperation mit Rolf Benz kam und was die Zusammenarbeit auszeichnet?

Florian Kallus: Wir stehen seit mehreren Jahren in Kontakt mit Rolf Benz und tauschen uns regelmäßig über unsere Arbeiten und neue Ideen aus. Firmen wie Rolf Benz – mit hauseigener Produktion – sind für uns als Designer immer ein großer Segen. Es ist einfach toll, die handwerkliche Arbeit am Standort Deutschland mitzuerleben und zu begleiten. Die Zusammenarbeit mit Rolf Benz macht uns unglaublich viel Spaß. Die Prototypen-Meetings sind immer äußerst produktiv und noch dazu sehr freundschaftlich. Die besprochenen Details können im Anschluss direkt ausprobiert werden. Das ist ein großer Vorteil. Als wir unseren Entwurf für den stummen Diener Rolf Benz 908 präsentierten, war man bei Rolf Benz auf Anhieb begeistert – und es konnte mehr oder weniger direkt losgehen.

Sebastian Schneider: Wir sind immer bestrebt Partner zu finden, die mit uns auf einer Wellenlänge sind. Partner, die unser Verständnis für gute Gestaltung teilen und wie wir den Anspruch haben, immer das beste Ergebnis aus dem jeweiligen Entwurf herauszukitzeln. Bei Rolf Benz hatten wir von der ersten Minute an das Gefühl: Ja, das passt! Die hohe Qualität und Professionalität haben uns sofort überzeugt.

Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Arbeit?

Florian Kallus: Für mich persönlich kann alles Mögliche als Inspirationsquelle dienen. Ein gutes Gespräch, ein plötzlicher Gedanke, spannende Architektur, ein Detail im Straßenbau oder die Arbeit eines Künstlers. Für den stummen Diener hat uns Pablo Picasso mit seinen One Line Drawings inspiriert. Eine sehr starke Serie. Seit ich die Zeichnungen das erste Mal gesehen habe, gehen sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Grundsätzlich ist die freie Kunst für mich ein sehr ergiebiges Feld. Sie unterscheidet sich zwar meist deutlich vom Design, aber es gibt doch auch gewisse Parallelen. 

Sebastian Schneider: Das ist bei mir im Grunde ganz ähnlich. Manchmal finde ich Inspiration in ganz normalen Alltagsdingen. Wenn ich zum Beispiel den Mülleimer in der Fußgängerzone genau inspiziere und alle um mich herum denken: Was macht der Typ da? Manchmal inspiriert mich Florian. Wenn er mir beispielsweise eine Skizze von einem Spiegel zeigt und ich spontan eine Leuchte darin sehe. Und manchmal entsteht Inspiration auch im ganz konkreten Arbeitsprozess. Wenn ein Projekt auf einmal eine ganz andere Richtung nimmt als gedacht. Aber gestalterische Arbeit ist ja doch noch viel mehr als Inspiration. Es ist letztlich ein Handwerk. Man muss sich – so ist es zumindest bei uns – Stück für Stück seinem Ziel annähern. Inspiration allein reicht da nicht. Man hat nicht einfach eine gute Idee und der Rest läuft von allein. Ganz so einfach ist es nicht.

Florian Kallus, Design Studio Kaschkasch

„Für den stummen Diener hat uns Pablo Picasso mit seinen One Line Drawings inspiriert. Eine sehr starke Serie. Seit ich die Zeichnungen das erste Mal gesehen habe, gehen sie mir nicht mehr aus dem Kopf. “

Stichwort Vielseitigkeit: Sowohl das neue Möbelprogramm Rolf Benz 931 (Couchtisch, Regal, Servierwagen) als auch der stumme Diener Rolf Benz 908 sind äußerst vielseitig und können auf unterschiedlichste Art eingesetzt werden. Muss ein Objekt bei euch immer mehrere Funktionen erfüllen?

Sebastian Schneider: Nein, manchmal schadet das einem Entwurf sogar. Aber grundsätzlich spielen Funktion und Benutzerfreundlichkeit in unseren Entwürfen eine zentrale Rolle, über die wir im Team oft diskutieren. Ich mag Multifunktionalität. Aber nur, wenn sie subtil daherkommt und einen legeren Charakter aufweist.

Florian Kallus: Ich denke, ein Stuhl ist ja auch nicht nur ein Stuhl. Je nachdem wie man ihn benutzt, kann er auch gerne mal als stummer Diener, Nachttisch oder Türstopper herhalten. Multifunktionalität empfinde ich bei Möbeln deshalb als durchaus erstrebenswert.

In welcher Wohnumgebung würdet ihr Rolf Benz 908 bzw. Rolf Benz 931 platzieren? Sind die Möbel einem bestimmten Wohnstil zugeordnet?

Florian Kallus: Der stumme Diener funktioniert meiner Meinung nach in nahezu jedem Wohnumfeld. Ganz egal, ob es ein begehbarer Kleiderschrank, ein Schlafzimmer oder ein Wohnzimmer ist – den Einsatzmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. 

Sebastian Schneider: Die Grenzen zwischen den verschiedenen Wohnräumen lösen sich ja ohnehin mehr und mehr auf. Esszimmer, Wohnzimmer und Küche sind heute oft ein und derselbe Raum. Auch verschiede Wohnstile werden immer stärker kombiniert. Und in Zeiten von Homeoffice nimmt neuerdings ja sogar der Bürostuhl am Esstisch Platz. Speziell die Möbel der Serie Rolf Benz 931 sind dank der Rollen sehr flexibel und können mühelos von A nach B bewegt werden. Ich sehe sie nicht an einem speziellen Ort oder in einer spezifischen Umgebung. Die Möbel sollten so eingesetzt werden, wie es der Besitzer für richtig hält und gut findet.

Quarantäne, Kontaktbeschränkungen, Homeoffice – in den letzten Monaten haben viele Menschen deutlich mehr Zeit daheim verbracht. Inwiefern verändert diese Entwicklung das Zuhause? Wie sieht die Zukunft des Wohnens aus?

Florian Kallus: Das ist eine Frage die natürlich auch uns umtreibt – auch schon vor der Pandemie. Ich persönlich denke, dass Räume künftig noch vielseitiger genutzt werden. Aber auch wenn ich selbst gut auf der Couch über Entwürfe nachdenken kann, empfinde ich klar definierte Räume – wie etwa unser Atelier – als sehr fokussierend. Darauf möchte ich auf keinen Fall verzichten. Die Wahrheit liegt wie so oft wohl irgendwo dazwischen. Fest steht: Wohnen wird flexibler. Und bleibt auf jeden Fall spannend. 

 

Bilder: Thomas Wiuf Schwartz

Chic in Japan
ROLF BENZ goes Tokio

Drängeln, schimpfen, schubsen? Nicht im Land der aufgehenden Sonne. Gut, dass die Japaner so ausnehmend höflich und diszipliniert sind. Geht es doch gerade auf Tokios Straßen meist überaus beengt zu. Mit einer doppelt so hohen Bevölkerungsdichte wie Berlin, zählt die japanische Hauptstadt zu den dichtbesiedeltsten Gebieten der Welt. Im Ballungsraum Tokio leben so viele Menschen wie in ganz Kanada. Über 38 Millionen. In Tokios angesagtem Luxusviertel Aoyama drängen sich indes nicht nur die Menschen. Auch die Dichte erlesener Fashion- und Interior-Labels ist hier bemerkenswert hoch.

Das Who’s who internationaler Luxusmarken

Anspruchsvolle Shopping-Fans finden in Aoyama und dem benachbarten Omotesando alles, was das luxusverliebte Herz begehrt. Umrahmt wird das Shopping-Erlebnis der Premiumklasse von städtebaulichen Highlights namhafter Architektur-Granden wie Tadao Ando, Kengo Kuma und Fumihiko Maki. Hinzu kommen kulturelle Hotspots wie das bekannte Nezu-Museum oder die Blue Note Tokyo Jazz-Bar. Seit 24. Januar 2020 ist die elegante Einkaufsgegend um eine weitere Attraktion reicher: ein ROLF BENZ Flagship Store, der erste auf japanischem Boden.

Stilvolle Wohnwelten „Made in Germany“

Auf 300 Quadratmetern präsentiert ROLF BENZ stilvolle Wohnwelten „Made in Germany“. Das Store-Konzept basiert auf einem Entwurf von Studio Labs Hamburg, ein langjähriger Partner von ROLF BENZ. Der imposante Flagship Store richtet sich nicht nur an betuchte Privatpersonen. Auch japanische oder in Japan tätige Architekten und Gestalter gehören zur Zielgruppe. Dabei wird individuelle Beratung großgeschrieben. Eigens am Stammsitz in Nagold geschulte Store-Mitarbeiter unterstützen die Kunden in allen Fragen rund um ihre Projektvorhaben. Natürlich stets ausgesprochen höflich und zuvorkommend. So Japan-like wie in allen ROLF BENZ Markenstores weltweit.

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ROLF BENZ IMM 2020 virtual tour.
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imm cologne 2020
Neue Wohnideen für die neuen Zwanziger

Vorsatz zum Jahreswechsel: mehr Achtsamkeit. Leichter gesagt als getan. Schließlich dreht sich die Welt auch 2020 in gefühlter Überschallgeschwindigkeit weiter. Und kaum haben die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts so richtig begonnen, sorgt die erste internationale Möbelmesse des neuen Jahrzehnts auch schon wieder für atemloses Staunen.

1.233 Aussteller und über 128.000 Besucher aus allen Teilen der Welt zählte die imm cologne 2020, die am 19. Januar in der Rheinmetropole zu Ende ging. Was aber bleibt vom gigantischen Schaulaufen der internationalen Möbelbranche? Unzählige Eindrücke. Spannende Impulse. Und die erfreuliche Erkenntnis, dass es manchen Möbelherstellern immer wieder gelingt, das Publikum mit avantgardistischem Denken und progressivem Design zu begeistern.

Auch Rolf Benz sorgte wieder für frischen Wind in der Domstadt – mit initialen Möbelkonzepten für eine neue Zeit. Die Highlights im Überblick.

Schwarzwälder Qualität und italienischer Chic

Wer auf der internationalen Möbelmesse in Köln nach zukunftsweisenden Wohnlandschaften suchte, kam am Stand von Rolf Benz kaum vorbei. Das lag nicht zuletzt am visionären Living Concept Rolf Benz LIV. Schon im Messevorfeld wurde Rolf Benz LIV mit dem Stylepark Selected Award imm cologne 2020 ausgezeichnet, der als wichtiger Messe-Wegweiser gilt.

Bestehend aus modularen Sofaelementen, Regalen und Couchtischen atmet Rolf Benz LIV ein kosmopolitisches Lebensgefühl mit einem Hauch von Luxus. Entstanden ist das Living Concept, das in Köln Premiere feierte, in Kooperation mit dem italienischen Designbüro Nichettostudio. „Unsere Absicht war es, ein Sofasystem zu entwickeln, das sich den multiplen Bedürfnissen des zeitgenössischen Wohnraums anpasst. Es sollte endlose Möglichkeiten bieten, um für jede Situation die richtige Kombination zu finden“, erklärt Designer Luca Nichetto. Das hochflexible Sofasystem kombiniert geometrische Strenge mit lässigem Komfort. Sitzkissen, Sofarücken und Seitenteile können individuell zusammengestellt werden. Integrierbare Regale bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Auch ein mit dem neuen Sofasystem perfekt harmonierender Couchtisch wurde in Köln präsentiert. Rolf Benz 901 greift die geometrische Formensprache von Rolf Benz LIV gekonnt auf und ist in quadratischer oder rechteckiger Ausführung jeweils in zwei Höhen erhältlich. Der mühelos mit einer Hand bugsierbare Beistelltisch Rolf Benz 902 fügt sich ebenfalls perfekt ins Gesamtbild ein, präsentiert sich als flexibler Alltagsbegleiter quer durch alle Wohnbereiche und bietet genau wie Rolf Benz 902 Tischplatten aus Naturstein oder Klarglas.

Dining deluxe

Auch der Hunger nach neuen Dining-Konzepten wurde auf der imm cologne 2020 gestillt. So trafen besonders der ebenso gemütliche wie elegante Schalenstuhl Rolf Benz 600 sowie das fast schon skulptural anmutende Tisch-Pendant Rolf Benz 929 den Geschmack des anspruchsvollen Publikums. Für die Gestaltung des attraktiven Dining-Ensembles zeichnete das Design-Duo Hoffmann & Kahleyss aus Hamburg verantwortlich.

Die Designer gaben dem klassischen Schalenstuhl einen neuen, eigenständigen Look und achteten dabei konsequent auf höchsten ergonomischen Komfort. Die Sitzschale präsentiert sich in umbragrauem bzw. anthrazitfarbenem Kunststoff – oder alternativ in fünf möglichen Farbvarianten mit Kernleder bezogen – und wird mit einem gehefteten Sitz- und Rückenkissen bestückt. Je nach Vorliebe kann die Schale mit einem festen oder drehbaren Gestell aus Holz oder Metall kombiniert werden. Verschiedene Bezugs- und Gestellvarianten bieten allerhand Freiraum, um dem persönlichen Geschmack Ausdruck zu verleihen.

Wie der Schalenstuhl Rolf Benz 600 präsentiert sich auch der Dining Tisch Rolf Benz 929 als veritabler Blickfang. Die Tischplatte gibt es jeweils in drei Größen in Massivholz- oder Natursteinausführung. Die Tischsäule aus gelochtem Metall in Umbragrau, Schwarz oder Stahl (matt lackiert) entfaltet eine subtile transparente Wirkung und vermittelt eine charmante Leichtigkeit.

Kunst im Raum

Kommen wir vom Dinner zum Diener. Inspiriert von den Strichzeichnungen Pablo Picassos geht der stumme Diener, den das Kölner Designstudio kaschkasch für die Rolf Benz Accessoires-Kollektion ersonnen hat, fast schon als modernes Kunstwerk durch. Der in drei unterschiedlichen Lackierungen erhältliche Flexible Servant Rolf Benz 908 besteht aus einem einzigen kunstvoll gebogenen und dabei stets wohl proportionierten Stahlrohr. Die beiden Rohrenden fußen in einem soliden Stahlsockel. Ob als Plaid- oder Leuchtenhalter, Ankleide-, Garderoben-, Tuch- oder Taschenassistent – mit graziler Leichtigkeit erledigt der flexible Diener sämtliche ihm anvertrauten Aufgaben mit Bravour und macht dabei immer eine ausgezeichnete Figur.

Der Anfang ist gemacht. Was die 2020er Jahre in Sachen Interior Design wohl noch so alles bringen werden? Wir bleiben achtsam und melden uns wieder.

Universelle Schönheit

Luca Nichetto ist einer der gefragtesten Designer weltweit. Der Venezianer mit Wohnsitz in Stockholm steht wie kaum ein anderer für eine moderne Wohnlichkeit. Nun hat er für Rolf Benz das Sofasystem "Liv" entworfen. Wir haben ihn zum Interview in seinem Studio getroffen.

Fabian Peters: Auf der imm cologne 2020 feiert "Liv" Premiere, ein neues Sofa, das Du für Rolf Benz entworfen hast. Dieser Name hat eine ganz besondere Bedeutung für Dich, oder?

Luca Nichetto: Absolut! "Liv" ist nämlich der Name meiner Tochter. Außerdem bedeutet "Liv" auf schwedisch "Leben". Das erschien uns sehr passend, weil unser Sofa dazu einladen soll, wirklich mit ihm zu leben.

Letztes Jahr hat Rolf Benz mit "Addit" von Werner Aisslinger bereits ein hoch zeitgemäßes Sofasystem vorgestellt. Was wünschte sich das Unternehmen für "Liv"?

"Liv" soll ganz unterschiedlichen Nutzergewohnheiten gerecht werden. Rolf Benz wünschte sich ein Sofasystem, das überall auf der Welt und in beinahe jeder Umgebung funktioniert. In Skandinavien sind die Sofas zum Beispiel traditionell relativ hoch, während man es in Italien eher niedrig und loungig mag. Beides sollte mit "Liv" darstellbar sein.

Gab es so etwas wie eine Ausgangsüberlegung, mit der Ihr an diese anspruchsvolle Aufgabe herangegengen seid?

Ganz entscheidend war für uns beim Entwurf, dass die Stärken von Rolf Benz voll zum Tragen kommen. Wir wollten ein modulares System entwickeln, dass deutsche Ingenieurskunst mit einem Touch italienischem Design verbindet. Neben der unglaublichen handwerklichen Qualität hat uns vor allen Dingen die Fähigkeit von Rolf Benz fasziniert, seinen Kunden praktisch jede denkbare Konfiguration eines Möbels anbieten zu können. So etwas kennt man vielleicht aus der Autoindustrie – bei einem Polstermöbelproduzenten hatte ich das dagegen zuvor noch nie erlebt. Ich vermute, es ist weltweit einmalig.

"Liv" ist praktisch in jeder Größe konfigurierbar. Kann es da trotzdem so etwas wie eine einheitliche ästhetische Wirkung geben, die das Sofa in allen Ausführungen erzielt?

"Liv" soll vor allen Dingen Leichtigkeit vermitteln. Das Sofa soll fast schwebend wirken, nichts soll schwer und massig sein. Mir ging es bei der Gestaltung weniger um die Ästhetik, als darum, ein Gefühl zu vermitteln. "Liv" soll genau den Komfort ausstrahlen, den man beim Sitzen verspürt. Und zwar als Sitzlandschaft im 200 Quadratmeter großen Wohnzimmer einer Villa in Miami wie als Zweisitzer in einem luxuriösen Mikroapartment in Hong Kong.

Ein Sofa zu entwickeln, dass auf allen Kontinenten zu Hause und in fast unbegrenzten Kombinationen lieferbar ist – das erscheint beinahe als eine "Mission Impossible"?

Ja, das ist ein wenig eine "Mission Impossible"! (lacht) Aber als Designer habe ich immer den Ehrgeiz, etwas zu schaffen, was jedem Menschen überall auf der Welt gefällt. Und ich denke, das ist ein guter Ehrgeiz. Denn er treibt mich an, die größtmögliche Anstrengung zu unternehmen, um mein Ziel zu erreichen. Ich glaube, ein Designer braucht diesen Glauben an sich selbst – den Glauben, für jeden Menschen Schönheit schaffen zu können. Letztendlich ist das Wesentliche meiner Designs – egal, in wie vielen Varianten sie lieferbar sind – dass sie meine Persönlichkeit, meine Erfahrungen und meinen Überzeugungen widerspiegeln.

Welche Bedeutung hat die technische und handwerkliche Expertise von Rolf Benz für Euren Entwurf?

Dieses Können ist einer der Schlüssel für unsere Designs. Bestimmte Details, etwa die Füße und den Rahmen aus Metall, konnten wir überhaupt nur deswegen so gestalten, weil wir wussten, dass bei Rolf Benz die Kompetenz vorhanden ist, solche Teile in höchster Präzision zu fertigen. An diesen Elementen zeigt sich für mich auch das typisch deutsche Qualitätsbewusstsein, das an "Liv" genauso ablesbar sein sollte, wie die italienische Handschrift des Designers.

Welche Rolle spielen Farben und Materialität für Dich?

Die Wahl der Farben und Materialien sind in meinem Entwurfsprozess zentral. Für mich ist es undenkbar, ein Design zu entwickeln, ohne zuvor diese beiden Punkte festgelegt zu haben. Farben und Materialien sind für mich niemals beliebig austauschbar.

Deine Designs zeichnen sich durchgängig durch ein bemerkenswertes Gespür für Farbnuancen aus. Wie hast Du die Farbwelt für "Liv" entwickelt?

Meiner Meinung nach ist die Natur ist immer der beste Designer. Ein enger Freund, der Fotograf Massimo Gardone, macht wunderbare Aufnahmen von Blumen. Vor Jahren haben wir in Zusammenarbeit mit dem skandinavischen Farbinstitut aus seinen Naturaufnahmen eine Farbpalette entwickelt, auf deren Grundlage wir seitdem unsere Entwürfe entwickeln. Für "Liv" ging es uns darum, dass die Farbwelt Wärme vermittelt. Dunkelrot und Ockertöne spielen deshalb eine Hauptrolle.

Du hast ergänzend zu dem Sofa auch noch weitere Möbel entworfen.

Gemeinsam mit den Polsterelementen haben wir zwei Tische gestaltet, die die Formensprache und Materialität des Sofas exakt aufgreifen. Unser Couchtisch ruht auf einem Gestell, das von der Unterkonstruktion des Sofas abgeleitet ist. Ein kleiner Beistelltisch, der ebenfalls einen Rahmen aus Metall besitzt, bringt dagegen eine etwas spielerische Note in die Kollektion. Ich versuche immer, ein großes Möbel, wie hier das Sofa, mit kleineren Entwürfen zu bereichern, die der Designidee einen anderen Spin geben.

Und das Sofa selbst kann um Anbauelemente ergänzt werden.

Richtig! Man kann "Liv" um Regale mit Ablageflächen erweitern. Sie können an die Stelle der Seiten- oder Rückelehne treten. Die Regale beziehen ihren optischen Reiz von den Einlegeplatten aus Naturstein oder Glas – dieselben Materialien, die wir auch für die Platten der Tische verwenden. Durch diese Anbauelemente hat man seine Bücher, sein iPad oder auch den Schnuller für sein Kind sofort zur Hand. Unsere Idee war es tatsächlich, mit "Liv" ein Sofasystem zu schaffen, das sich auf beinahe jede Situation des Lebens zuschneiden lässt.

Autor: Fabian Peters, Stylepark
Bildergalerie 1: James Stokes, Stylepark
Bildergalerie 2,3,5: Sandro Jödicke, Whitedesk 
Motiv 1, Bildergalerie 4: Alexander Huber

Boatmovie
DIE HAFEN-AUFMÖBLER

Ob Sessel, Sofa, Couchtisch, Stadtvilla, Landhaus, Concept Store, Restaurant oder Hotel – das umtriebige Designstudio „labsdesign“ passt in keine Schublade und überrascht immer wieder mit außergewöhnlichen Ideen. Jüngster Clou der vielfach ausgezeichneten Hamburger Kreativen ist ein eigener Bildband namens „Boatmovie“, eine Hommage an zeitloses Möbeldesign und eine Liebeserklärung an den Hamburger Hafen.

"Neben unseren Auftragsarbeiten nehmen wir uns zwischendurch immer wieder Zeit für eigeninitiierte Foto- und Kunst-Projekte“, erklärt Studiogründer Sebastian Labs. „Irgendwann entstand bei uns die Idee, einige der für ROLF BENZ entworfenen Möbel in einem völlig neuen Kontext zu inszenieren und frische Hamburger Hafenluft schnuppern zu lassen. Dazu haben wir die Möbelstücke auf unsere studioeigene Barkasse gepackt und sind auf der Suche nach spektakulären Schauplätzen kreuz und quer durch den Hamburger Hafen gefahren. Mit an Bord waren der Stuhlsessel ROLF BENZ 641, die gepolsterte Fußbank Rolf Benz 945, die beiden Lounge-Sessel ROLF BENZ 384 und 394 sowie die vier Couchtische ROLF BENZ 985, 927, 923 und 933.“

„Das Hafengebiet gehört mit all seinen unterschiedlichen, authentischen und manchmal fast schon poetisch wirkenden Ecken und Kanten zum Umfeld unseres kreativen Schaffens“, sagt Gunther Kleinert von labsdesign. „Unsere Barkasse nutzen wir gerne, um den Blickwinkel zu ändern und außerhalb der vier Bürowände auf neue Ideen zu kommen. Im Rahmen des Fotoprojekts Boatmovie haben wir bevorzugt Orte angesteuert, an denen man schicke Designermöbel wohl am allerwenigsten vermuten würde. Dabei war für die Neuinszenierung der Möbelstücke nicht selten akrobatischer Körpereinsatz gefragt“, so Kleinert.

Wir finden, der Einsatz hat sich gelohnt und freuen uns schon auf die nächsten fangfrischen Ideen aus der Hansestadt.

Hotel Fritz Lauterbad
Urban Soul meets Black Forest

Geht es um stylische Designhotels, denkt man fast automatisch an pulsierende Metropolen wie Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt. Aber Freudenstadt? Das beschauliche Schwarzwald-Städtchen haben wohl die wenigsten auf dem Zettel. Das lässt sich ändern, wird sich Steffen Schillinger gedacht haben, als er 2016 das in die Jahre gekommene „Waldhotel Zollernblick“ in Freudenstadt-Lauterbad kaufte, um seine Vision von einem Hotel zu realisieren, das großstadttaugliches Design mit Schwarzwälder Gemütlichkeit verbindet.

Unter dem Leitmotto „Urban Soul meets Black Forest“ verwandelte sich der Gebäudekomplex binnen drei Jahren in ein modernes Vorzeigehotel, das innen wie außen höchsten Designansprüchen genügt. Im Juli 2019 wurde das Hotel unter dem neuen Namen „Hotel Fritz Lauterbad“ eröffnet. Wir sprachen mit Hotelmanager Steffen Schillinger über Querdenkertum, Heimatgefühle und die Exklusivpartnerschaft mit ROLF BENZ.     

Herr Schillinger, in Ihrer Branche gelten Sie als „Der junge Wilde“. Warum?

Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wie es dazu kam. Vielleicht durch einen Presseartikel zu einem früheren Projekt, die Berghütte Lauterbad – eine Ausflugs- und Eventlocation, die wir 2014 eröffnet haben. Wie jetzt im „Fritz“, haben wir auch bei der Berghütte ganz neu gedacht und überraschen unsere Gäste dort mit einem Mix aus Tradition und Moderne. Ich kann mich jedenfalls gut mit der Rolle des „Jungen Wilden“ identifizieren. Ich bin niemand, der alte Klassiker ausgräbt. Ich habe Hummeln im A**** und liebe es einfach, die üblichen Trampelpfade zu verlassen, um Neues auszuprobieren und Dinge anders zu machen.

Das haben Sie mit Ihrem neuen Hotel Fritz Lauterbad eindrucksvoll bewiesen. Wie kamen Sie auf die Idee zu „Urban Soul meets Black Forest“?

Es war von Anfang an klar, dass für das Hotel ein Neuanfang mit einem zukunftsfähigen Konzept hermusste. Die Idee zu „Urban Soul meets Black Forest” entstand auf einer Hotel-Scouting-Tour. Zur Inspiration habe ich mir viele unterschiedliche Hotels angeschaut. In Österreich und in der Schweiz. Aber auch in Städten wie New York, Paris oder Amsterdam. Auf meiner Tour habe ich jede Menge Eindrücke gesammelt. Und haufenweise Fotos. Irgendwann hat es dann Klick gemacht.   

Was verstehen Sie unter „Urban Soul meets Black Forest“?

Mit unserem Konzept richten wir uns an designaffine Gäste mit einem Hang zum urbanen Lifestyle und zu schöner Natur. Ich selbst bin ein Freund der Großstadt und habe lange in Köln und Frankfurt gelebt. Ich mag das urbane Lebensgefühl und gutes Design. Ich mag aber auch den Schwarzwald. Sehr sogar. Warum also nicht beides kombinieren, Großstadt-Flair und ländliche Idylle? Genau das erwartet unsere Gäste im „Fritz“.

Für die Inneneinrichtung des „Fritz“ haben Sie eine Exklusivpartnerschaft mit ROLF BENZ geschlossen. Wie kam es dazu?

Die Idee einen Partner zu haben, der das ganze Haus mit hochwertigen und stilvollen Möbeln ausstatten kann, hatte ich schon recht früh. Bei einer Veranstaltung von Rolf Benz auf unserer Berghütte kam ich mit den Verantwortlichen ins Gespräch und habe von den Plänen für unser neues Hotelkonzept erzählt.

Bei ROLF BENZ war man sofort Feuer und Flamme. Die Chemie hat auf Anhieb gestimmt. Gemeinsam haben wir überlegt, wie sich das Konzept „Urban Soul meets Black Forest“ gestalterisch am besten umsetzen lässt. Irgendwann bekam ich Bilder vom ROLF BENZ Stand auf der Möbelmesse in Mailand zu sehen, die den Nagel genau auf den Kopf getroffen haben und exakt das widergespiegelten, was wir wollten. Auf dieser Basis ging es dann so richtig los mit der Möbel-, Farb- und Materialauswahl. Im Dezember 2018 haben wir alles final verabschiedet. Und Mitte Mai 2019 konnten wir die Möbel schließlich aufbauen. Ein tolles Gefühl!

Was verbinden Sie mit der Marke ROLF BENZ?

Wie unser Haus steht auch der Name ROLF BENZ für höchste Schwarzwälder Qualität. Die Möbelstücke aus Nagold sind einfach unfassbar stylish, zeitlos und einmalig bequem. Es gibt Modelle, die sich schon seit Jahrzehnten gut verkaufen. Echte Klassiker. Auch viele Bekannte und Verwandte von mir haben Möbel von ROLF BENZ im Wohnzimmer stehen. Zum Teil schon seit zig Jahren. Trotzdem wirken sie heute noch so modern wie am ersten Tag.     

Sie haben nicht nur die Inneneinrichtung selbst verantwortet, sondern auch das Logo und das Corporate Design des Hotels eigenhändig entworfen. Waren Sie schon immer so kreativ?

Schon als kleiner Bub habe ich viel gezeichnet. Ich war schon immer ein sehr visueller Typ. Und ich hatte schon immer ein Faible für Design und Architektur. Wenn es die Hotellerie nicht gäbe, hätte ich wahrscheinlich ein eigenes Design- oder Architekturbüro.

Sie stammen aus einer Schwarzwälder Hoteliers-Familie, die seit vielen Jahren auch das renommierte Wellnesshotel Lauterbad leitet. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den Eltern?

Meine Eltern sind Macher, Schaffer, Vollblut-Gastronomen und Gastgeber wie sie im Buche stehen. Von ihnen habe ich ultraviel gelernt und lerne immer noch viel von ihnen. Wir sind ein eingespieltes Dreiergespann, stimmen uns eng ab und treffen gemeinsam wichtige Entscheidungen. Das war auch bei der Planung des „Fritz“ so. Stück für Stück geben sie zwar mehr und mehr Verantwortung an mich ab, weil sie zum Beispiel auch mehr reisen möchten. Trotzdem sind sie nach wie vor sehr aktiv und präsent. Sie lieben die Arbeit im Betrieb und den Umgang mit den Gästen. Das ist schön. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar.    

Ihre Gäste können im „Fritz“ ganz in Ruhe neue Kraft tanken. Wie entspannen Sie sich?

Das ist im Moment gar nicht so einfach. Nach Fertigstellung und Eröffnung des „Fritz“ Ende Juli ist es zwar etwas ruhiger geworden, aber ich laufe nach wie vor auf Hochtouren. Jetzt stehen die ganzen operativen Dinge an. Wenn ich zwischendurch mal Ruhe brauche, gehe ich gerne in die Natur und fotografiere. Das wirkt sehr entschleunigend auf mich. Demnächst steht eine Wanderung mit meiner Freundin auf dem Programm: Wanderschuhe an, Handy aus und einfach mal die Ruhe genießen. Das erdet mich.    

WOW so weit das Auge reicht

Das exklusiv mit Möbeln der Marken ROLF BENZ und freistil ROLF BENZ ausgestattete „Fritz“ bietet insgesamt 70 Zimmer und Studios – wahlweise mit Wald- oder Panoramablick. Herzstück des Hotels ist die gläserne Lobby, die den denkmalgeschützten Altbau mit dem modernen Neubau verbindet. Die Sitz- und Lounge-Möbel sind als Wohninseln angeordnet und korrespondieren farblich mit der umliegenden Landschaft. Wände und Möbel präsentieren sich in Erd- und Naturtönen – von Grün bis Kupfer und Schlamm.

In den Zimmern und Studios finden sich der Sessel Rolf Benz 684 in schwenkbarer Ausführung, der Sessel freistil 173, das Sofa freistil 175 sowie die Couchtische Rolf Benz 8480 und Rolf Benz 973. Rolf Benz 650 kommt als Schreibtischstuhl zum Einsatz sowie in unterschiedlichen Ausführungen in der Bistro-Bar, im Restaurant und – in stapelbarer Form – im Tagungsraum.

Rolf Benz ADDIT
Genese eines Lieblingsortes

Mit Rolf Benz ADDIT haben Tina Bunyaprasit und Werner Aisslinger ein progressives, modulares Sofasystem mit ikonischem Potenzial entworfen und einmal mehr visionären Esprit und handwerkliche Expertise bewiesen. Die innovative Sofa-Landscape eröffnet eine völlig neue Perspektive für individuelles Wohnen und zeigt die Marke Rolf Benz von einer ungewohnt verspielten Seite, ohne es dabei an der charakteristischen Klarheit fehlen zu lassen. Wenn man so möchte, ist es den beiden Berliner Designern in engem Zusammenspiel mit Rolf Benz gelungen, eine Sofa gewordene Antwort auf unsere hyperindividualisierte Zeit zu formulieren.

Wir sprachen mit den beiden Designern über den Schaffensprozess von der Aufgabenstellung bis zur Premiere auf dem Salone del Mobile 2019.

Phase 1: Vom Briefing zum Design

Frau Bunyaprasit, Herr Aisslinger, wie nähert man sich als Designer einer solchen Aufgabe? Wo fängt man an?

W. Aisslinger: Zunächst einmal war da ein sehr ausführliches und wirklich gutes Briefing von Rolf Benz – mit präzisen Vorgaben und gleichzeitig genügend Spielraum für eigene Gedanken. Das ist die Basis unserer Arbeit. Im Idealfall lässt man das Briefing dann erst einmal eine Weile sacken. Später folgen dann die ersten Ideenskizzen.

T. Bunyaprasit: Es kann helfen, wenn man sich überlegt, was man sich eigentlich selbst wünscht. Was einem in dieser Sofawelt vielleicht noch fehlt und was man gerne in die Welt setzen würde. Damit ist so ein Auftrag letztlich auch immer eine tolle Chance, sich seine eigenen Wunschvorstellungen zu erfüllen. 

Wovon lassen Sie sich inspirieren?

W. Aisslinger: Wir reisen super viel. Das kommt natürlich auch durch die verschiedenen Aufträge und Projekte. Und wir leben in einer sehr inspirierenden Stadt. In Berlin ist eigentlich jeder Tag Inspiration. Da reicht es oft schon einfach so durch den Kiez zu laufen. Als Designer absorbiert man seine Umwelt – und lässt das Gesehene oder Erlebte in die eigene Arbeit einfließen.

T. Bunyaprasit: Inspiration kann vieles sein. Auch ein Blick in die Vergangenheit. Kindheitserinnerungen zum Beispiel. Man kann sich zurückversetzen und fragen, was man früher geliebt hat. Gerade beim Thema Sofa spielt Wohlbefinden und dieses Gefühl von Geborgenheit eine ganz zentrale Rolle. Da kann der Blick zurück sehr nützlich sein.

Was war die Idee hinter Rolf Benz ADDIT?

T. Bunyaprasit: Es ging darum, ein Sofasystem zu entwickeln, das als universeller Lieblingsort taugt und allen Facetten des modernen Alltagslebens Rechnung trägt.Das System versteht sich als eine Art Baukasten. Man kann unterschiedlichste Komponenten nach Belieben kombinieren. Diese besondere Flexibilität gibt dem Ganzen etwas sehr persönliches. 

W. Aisslinger: Es ging darum einen Lieblingsort zu schaffen. Eine Collagewelt. Eine kleine persönliche Wunderkammer. Einen Ort, an dem sich Dinge akkumulieren, die aus dem eigenen Leben stammen oder Teil des Baukastens sind. Das Thema Collage beschäftigt uns schon länger. Wir versuchen keine monochromen Stilwelten zu bauen, sondern verschiedene Materialien, Welten und Oberflächen zusammenzubringen. Als Designer verstehen wir uns als eine Art DJ, der das Ganze so mixt, dass es sowohl für den Endkunden als auch für die Marke Rolf Benz funktioniert.

Phase 2: Vom Papier in die Umsetzung

Wie wird die Idee konkretisiert?

T. Bunyaprasit: Wir machen jede Menge Skizzen. Die entstehen nicht nur klassisch an unserem Arbeitsplatz im Studio, sondern zum Beispiel auch spontan auf der Serviette beim Lunch im Restaurant. Am Anfang ist alles noch ziemlich krakelig. Aber wir gehen dann relativ schnell in die 3D-Programme, um wirklich realistische Proportionen darzustellen. Alles entsteht erst digital am Bildschirm und wird dann anhand von realen Modellen analog umgesetzt.

W. Aisslinger: Weil ein Sofa heute oft frei im Raum steht, muss es von allen Seiten gut wirken. Also auch von hinten. Mit unseren Software-Tools können wir das gut überprüfen. Auf dieser Basis baut Rolf Benz dann die Muster. Es geht also tatsächlich relativ schnell von der 3D-Computerphase in reale Volumenmodelle.

Wie gehen Sie bei der Auswahl der Materialien vor? Worauf achten Sie dabei besonders?

T. Bunyaprasit: Wir sammeln viele Materialien und haben ein entsprechend großes Materiallager. Das gibt uns die Möglichkeit, unterschiedlichste Materialien nach Lust und Laune zu kombinieren und mit der Haptik und Optik zu experimentieren.  

W. Aisslinger: Dabei sind uns vor allem ehrliche, authentische Materialien wichtig. Nichts Artifizielles. Es geht um Glas, um Stein, um Stoffe, um Leder – und um schöne Texturen. Die Finishes sind sehr wichtig, also ob etwas matt oder glänzend ist. Oder körnig daherkommt. Es ist eine Melange. Und natürlich spielt auch das Know-how und die Welt von Rolf Benz eine entscheidende Rolle. Das heißt ganz konkret: Welche Materialien sind verfügbar? Und wie sehen die neuesten Stoffkollektionen aus?

Phase 3: Teamwork an den Prototypen

Was passiert in der Prototyp-Phase?

W. Aisslinger: Das ist ein sehr spannender und symbiotischer Moment. Hier kommt es zum Abgleich zwischen der Marke Rolf Benz und uns als Design-Team. In der Prototyp-Phase sitzen die Ingenieure und Entwickler mit am Tisch. Und alles kommt auf den Prüfstand. Wo hat die Optik Priorität, wo die Konstruktion? Gibt es mögliche Sparpotenziale, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wird. Fragen wie diese gilt es in der Prototyp-Phase im Team zu beantworten.

T. Bunyaprasit: Für mich ist die Prototyp-Phase mit die aufregendste. Man sieht das Sofa endlich ganz real vor sich, kann es anfassen und darauf Platz nehmen. So lassen sich Optimierungspotenziale oft ganz unmittelbar erkennen.

Welche Tests muss der Prototyp bestehen?

T. Bunyaprasit: Zunächst einmal läuft man um das Sofa herum und begutachtet es von oben bis unten. Man fasst es an. Man setzt sich darauf. Man lässt sich auch einfach mal auf das Sofa fallen, um zu spüren, ob es sich gut anfühlt. Und dann überlegt man auch, ob die Größe so tatsächlich stimmt.  

W. Aisslinger: Es geht dabei natürlich viel um Ergonomie und Sitzkomfort. Aber im Fall von ADDIT ging es auch um Lässigkeit und Weiterentwicklung. Man hat sich bei Rolf Benz ja explizit etwas Progressives gewünscht. Dies alles unter einen Hut zu bringen war eine ziemliche Herausforderung. Aber genau das ist es ja auch, was unseren Job am Ende so reizvoll macht.

Phase 4: Vom Prototyp zur Produktion

Was ist das Besondere an der Produktionsphase?

W. Aisslinger: Das Spannende bei Rolf Benz ist, dass alles komplett Made in Germany ist. Wir sprechen hier von höchster Verarbeitungsqualität. Genau darum geht es letztlich – um die Umsetzung dieses hohen Qualitätsanspruchs bis ins Detail. An jeder einzelnen Naht wird überlegt: Ist das die richtige, die bestmögliche Lösung? Wo fängt die Naht an, wo endet sie? Dann geht es um Konstruktionselemente wie Metallknotenpunkte und Anformungen. Das ist dann das Tuning des Entwurfes und macht besonders viel Spaß. Vor allem mit einem erstklassigen Partner wie Rolf Benz, der in dieser Hinsicht besonders versiert ist und großen Wert auf höchste Perfektion legt.

T. Bunyaprasit: Handwerkliche Perfektion wird sowieso immer wichtiger. Schön, wenn man wie hier mit Rolf Benz die Möglichkeit hat, dieses hochwertige Qualitätshandwerk auch tatsächlich konsequent bis ins kleinste Detail zu verwirklichen.

Phase 5: Das fertige Produkt

Was sind die Design-Highlights von Rolf Benz ADDIT?

W. Aisslinger: Rolf Benz ADDIT bietet eine ganze Reihe toller Highlights. Da wären zum Beispiel die erstklassig verarbeiteten Kissen mit ihren tollen Nähten und ihrem angenehmen Volumen für ausgezeichneten Sitzkomfort. Oder das elegante Plateau, das dafür sorgt, dass das Sofa förmlich zu schweben scheint. Hinzu kommt der darunterliegende Rahmen mit seinen Plug-in-Optionen – zum Beispiel für kleine Side-Tables oder Ablagen. Denn ADDIT ist nicht nur ein Sofa. Es ist eine ganze Landscape. Ein großer, durchdachter Baukasten, der sich spielerisch, freundlich und einladend präsentiert.  

T. Bunyaprasit: Eine weitere Besonderheit ist die Lässigkeit des Systems. Es ist ein relativ leichtes Möbel mit knuffigen, weichen Kissen. Es sieht nicht nur gemütlich aus, sondern ist es auch tatsächlich. Es ist eine Landschaft, die stetig wachsen kann. Es gibt nichts Statisches, das das persönliche Wachstum blockieren könnte. Das ganze System hat eine sympathische Leichtigkeit, die es seinen Besitzern erlaubt, immer wieder neu zu denken.

Aus welchen Bestandteilen setzt sich Rolf Benz ADDIT zusammen?

W. Aisslinger: Rolf Benz ADDIT – das sind Sofa, Sessel, Beistelltischchen, Plug-in-Tablets, freistehende Side-Tables, Regalmöglichkeiten sowie eine eigene fein abgestimmte Teppichkollektion. Und es sollen weitere Elemente folgen. Der Baukasten wird weiter wachsen und neue Möglichkeiten eröffnen. Gemeinsam mit Rolf Benz wollen wir an der ADDIT-Welt weiterbauen. Es bleibt also spannend.

Am Ende dieses langen Entwicklungsprozesses – was war letztlich die größte Herausforderung? Und was hat am meisten Spaß gemacht?

W. Aisslinger: Die hohe Rolf Benz Qualität so luftig-leicht und lässig zu interpretieren war eine Herausforderung, die gleichzeitig unglaublich viel Spaß gemacht hat.    

T. Bunyaprasit: Stimmt genau. Die Zusammenarbeit mit Rolf Benz war nicht nur von Anfang an höchst professionell, sondern auch wahnsinnig inspirierend und herzlich. Gerne mehr davon.

SALONE DEL MOBILE MILANO 2019
Neuland in Mailand

Neue Trends, neue Designs, neue Wohnkonzepte: Auf der Messe Salone del Mobile Milano zeigt sich die unbändige Schaffensfreude und Innovationsstärke der internationalen Einrichtungs- und Möbelbranche traditionell in ihrer ganzen Pracht. So bringt auch die nunmehr 58. Ausgabe des beliebten Messeklassikers wieder allerhand Überraschungen mit sich – und beweist damit einmal mehr, dass die Geschichte unserer Wohnkultur noch lange nicht auserzählt ist, sondern durch ambitionierte Designer stetig neu interpretiert und fortgeschrieben wird.

Viel Neues und ein echtes Novum

Natürlich ist auch Rolf Benz wieder für Überraschungen gut und macht mit seinen „out-of-the-box“ gedachten Neuheiten deutlich, dass mit Weltklasse-Design made in Germany immer zu rechnen ist. Da wäre zum Beispiel die neue, super modulare Sofalandschaft Rolf Benz ADDIT von Werner Aisslinger und Tina Bunyaprasit. Sie ist beispielgebend für eine neue Wohnphilosophie, die die Persönlichkeit der Bewohner konsequent in den Mittelpunkt rückt und größtmöglichen individuellen Gestaltungsspielraum bietet. Rolf Benz ADDIT versteht sich als absoluter und universell nutzbarer Lieblingsplatz im Kontext der eigenen vier Wände. Das Sofa als Gesprächsinsel. Als Home Office. Als Mediapoint. Als Spielplatz. Als Ruhepol. Als Familientreffpunkt. Kurz: Hier spielt das pralle Leben in all seinen Facetten. Die additiven Bestandteile der heimischen „Spielwiese“ sind Regale, Bügel und Tableaus sowie optionale und eigens auf Rolf Benz ADDIT abgestimmte Couchtische und Teppiche. 

Bei aller Multifunktionalität – einen Esstisch, an dem die ganze Familie Platz und sich zusammenfindet, ist und bleibt eine kulturelle Errungenschaft, die sich nicht so leicht ersetzen lässt. Was nicht heißen soll, dass Tischkultur nicht auch entwicklungsfähig ist. Rolf Benz hat auch hier wieder einmal über den eigenen Tellerrand hinausgeblickt. Nach Fernost. Das Ergebnis? Voilà: Der skulptural anmutende Esstisch Rolf Benz 986 mit optionaler Drehplatte. Der runde Tisch besteht aus durch und durch hochwertigem Naturstein und ist eine Hommage an die chinesische Esskultur. Das Design basiert auf einem Entwurf von This Weber und wird sicher nicht nur im asiatischen Raum viele begeisterte Anhänger finden. 

Und doch: Im Mittelpunkt des Interesses steht etwas anderes. Es ist ein echtes Novum. Ein Highlight – oder vielmehr zwei –, mit denen Rolf Benz auf der Mailänder Möbelmesse buchstäblich in neue Wohnsphären vordringt und damit ein komplett neues Kapitel aufschlägt: Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte wird unter dem Titel Rolf Benz SLEEPING eine eigene Bettenkollektion vorgestellt. 
 

Preisverdächtig gut schlafen

Rolf Benz SONO und Rolf Benz TONDO heißen die beiden Bettenserien, die anspruchsvolle Ruhesuchende künftig stilvoll durch die Nacht begleiten. Rolf Benz SONO wurde von Beck Design entworfen, Rolf Benz TONDO ist eine Kreation aus dem Hause Labsdesign. Moment mal ... TONDO? War da nicht was? Richtig: Das TONDO-Bett ist eine Weiterentwicklung des gleichnamigen Sofas, das vor drei Jahren in Mailand Premiere feierte und 2017 mit dem „best of the best“ die höchste Auszeichnung im Rahmen des „ICONIC AWARDS Interior Innovation“ gewann. Beste Voraussetzungen also für einen preisverdächtig guten Schlaf.

Ein Bett wie eine Umarmung

Ob an der Wand oder freistehend im Raum – das bodennahe Bett Rolf Benz TONDO macht in jeder Situation eine rundum gute Figur. Dank der losen Rückenkissen kann man sich bequem aufrecht anlehnen. Und durch das umarmende Kopfteil lässt sich sogar gegenüber sitzend Platz nehmen. Die innovative „Kuschel-Lounge“ ist in drei Breiten und zwei Längen sowie als Boxspring-Bett oder in klassischer Ausführung mit Matratze und Lattenrost erhältlich. Und wer von dem ausgezeichnet lässigen Look gar nicht genug bekommen kann, holt sich einfach noch die wunderbar korrespondierenden Beimöbel ins Schlafzimmer: Die Bank Rolf Benz 917, der Nachttisch Rolf Benz 916 und der stumme Diener Rolf Benz 907 machen das Ensemble komplett.

Formvollendete Handwerkskunst

Was beim Designbett Rolf Benz SONO als erstes auffällt, ist das Kopfteil mit seiner aufwendigen Rauten-Raffung. Trotz der ansprechend subtilen Opulenz wirkt das Bett – nicht zuletzt durch die eingerückten filigranen Füße – schwerelos und elegant. Wie Rolf Benz TONDO ist auch SONO in drei Breiten und zwei Längen sowie als Boxspring-Bett oder mit Matratze und Lattenrost zu haben. Ergänzend zum Bett gibt es die von Beck Design entworfene Polsterbank Rolf Benz 918, die sich ebenfalls mit anspruchsvollen Raffungen präsentiert. Schade nur, dass beim Schlafen die Augen geschlossen sind ...

Berlinale 2019
Menschen, Bären, Sensationen – die Hauptstadt im Filmrausch

Berlin ist Energie. Berlin ist Abenteuer. Berlin ist Vielfalt. Kurz: Berlin ist so ziemlich alles, nur nicht eintönig. Gleiches gilt freilich auch für die Berlinale, die vom 7. bis 17. Februar zum 69. Mal den Roten Teppich ausrollt – und neben nationalen wie internationalen Gästen auch wieder Hollywood-Größen wie Christian Bale an die Spree lockt. Elf prall gefüllte Tage und partyintensive Nächte lang hält das Filmfestival der Superlative die Stadt in Atem. Jetzt strahlt Berlin wieder über sich und in die ganze (Film-)Welt hinaus. 

Von Goldenen Handschuhen und Toten Hosen

Mit insgesamt 500.000 Kinobesuchen nimmt die 69. Berlinale auch in diesem Jahr wieder kinohungrige Fans aus aller Welt mit auf eine cineastische Entdeckungsreise quer durch die internationale Filmlandschaft. Gezeigt werden über 400 Streifen aus 74 Ländern. Die Themenpalette ist breit. Und hoch aktuell. Es geht um Gendergerechtigkeit, die Ausbeutung von Kindern, die Erosion traditioneller Familienmuster, Ernährung in Zeiten weltweit agierender Agrar- und Lebensmittelkonzerne und um die Arbeitswelt von Morgen. Hinzu kommen Künstlerporträts – von Brecht über PJ Harvey bis hin zu den Toten Hosen. Doch auch Horror-Thriller wie Fatih Akins „Der Goldene Handschuh“ stehen auf dem Programm. Als einer von 16 Wettbewerbsfilmen kämpft er um die heiß begehrten Bären und die Gunst der Jury unter dem Vorsitz von Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche. 

Filmreifer Auftritt

Wie schon 2018 ist ROLF BENZ auch in diesem Jahr wieder „Official Supplier“ der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Neben dem Berlinale VIP-Club („Dieter Kosslicks Wohnzimmer“), den Lounge Areas in den Potsdamer Platz Arkaden und dem Berlinale Rooftop Café mit atemberaubendem Stadtpanorama präsentieren sich auch die Audi Berlinale Lounge sowie die beiden exklusiven Partner Lounges im Berlinale Palast in unmissverständlich klarer ROLF BENZ-Designsprache.

Sorgfältig kuratiertes Interieur wie etwa das komfortable Anreihsofa Rolf Benz NUVOLA, die Sessel der Serien 383 und 384 oder der Sitzwürfel 950 prägen den loungigen Charakter der Locations und schaffen eine lässig-leichte Wohlfühlatmosphäre, die zum entspannten Verweilen einlädt. „Wir freuen uns, unsere nationalen wie internationalen Gäste nun auch in den Partner Lounges im Berlinale Palast mit Möbeln von Rolf Benz stilecht empfangen zu können“, so Kathrin Schafroth, Head of Sponsorship der Internationalen Filmfestspiele Berlin. 

Berlinale hautnah

Die beiden Partner Lounges im Berlinale Palast sowie die zweigeschossige Audi Berlinale Lounge bieten einen perfekten Blick auf den Roten Teppich. Hier lässt sich das bunte Treiben der Berlinale zweifellos am entspanntesten genießen. Während die Audi Berlinale Lounge für das Publikum zugänglich ist und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm von Yoga-Sessions über spannende Talks bis hin zu abendlichen Partys bietet, dienen die beiden Partner Lounges als exklusiver Treffpunkt für die Sponsoren und geladene Festival-Gäste.

Aber auch jenseits des Roten Teppichs lässt sich Berlinale-Luft schnuppern. Schließlich sprechen wir hier von insgesamt 35 Spielstätten, die sich kreuz und quer über die ganze Stadt verteilen. Warum also nicht auch an den „Zweigstellen“ der Berlinale für stilgerechtes Ambiente sorgen, fragte man sich bei ROLF BENZ. Gesagt, getan: Vorhang auf für den wahrscheinlich schönsten Kinosessel der Welt (Rolf Benz 384) und die glanzvoll aufgemöbelten Spielstätten Filmtheater am Friedrichshain, Odeon, Zoo Palast, Haus der Kulturen der Welt, Haus der Berlinale Festspiele sowie HAU Hebbel am Ufer.

Danke Dieter, danke Berlin

Nach 18 erfolg- und ereignisreichen Jahren nimmt Festival-Direktor Dieter Kosslick nach der 69. Berlinale seinen Hut – und Schal – und übergibt den nach eigenen Worten „schönsten Job der Welt“ an seine Nachfolger Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Wir wünschen der neuen Doppelspitze viel Erfolg und sagen: Danke, Dieter, für 18 inspirierende Jahre!

Apropos frischer Wind: Sieben der 16 preis- bzw. bärenverdächtigen Wettbewerbsfilme sind das Werk von Regisseurinnen. Ein Rekordwert. Und ein klares, ein wichtiges Signal für die Zukunft. Berlin hat die Zeichen der Zeit erkannt. Und das ist auch gut so.